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Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Oktober 2011      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Berufsbild Altenpflege . Bauernstube .
       
BuchvorstellungMainhattan

Spätlese 2/2011

Spätlese 1/2012

Vorwort

Aus dem Inhalt

Von Roland Scheuermann

vor

Vorwort Bild

Seligenstadt
Berlin ist eine Reise wert, heißt es. So kann ich auch sagen, Seligenstadt ist einen Ausflug wert. Was mir Angehörige und Bewohner bereits immer wieder nahe legten, diese schöne Stadt zu besuchen, wollte ich endlich selbst erfahren und so ging es eines Sonntags nach Seligenstadt am Main. Hier angekommen empfing uns ein herrlich angelegter Klostergarten, mit erlesenen Blumen und lieblich duftenden Kräutern. Das ganze Klosterareal ist sehr schön erhalten und gepflegt. Das ist nur möglich, durch viele Ehrenamtliche Helfer und der Stadt Seligenstadt, die viel Wert auf die Erhaltung ihrer Kulturgüter legt. Sehr auffällig sind die vielen Touristen aus fernen Ländern, die man hier findet. Getreu nach dem Motto: “Alle wissen wie schön es hier ist, nur wir nicht, die nebenan wohnen“. Auch ein Blick in die Geschichte der Stadt lohnt sich, denn sie ist auch mit der unseren verknüpft.

Das erste Unterwasserseebot
Eher zufällig sah ich auf ZDF_neo eine Dokumentation über ein gefundenes U-Boot-Wrack, an der Küste von Panama. Dann von einem deutschen Auswanderer und Pionier Namens Julius Kröhl, der mit dem neu erfundenen Stahl experimentierte und als erster ein funktionstüchtiges Unterwasserseeboot konstruierte. Ein Mensch der niemals aufgab, an eine Sache glaubte und die sein Schicksal auf tragische Weise besiegelte. Er gehörte zu den Pionieren die unser industrielles Zeitalter mit prägte.

Berufsbild im Wandel

Im November präsentierten wir uns auf der Ausbildungsmesse der Volksbank Odenwaldkreis in Reinheim. Die große Nachfrage an der Altenpflegeausbildung hat gezeigt, wie sehr sich die Menschen für die Altenpflege interessieren, aber teilweise die Berührungsängste sehr groß sind, denn kaum ein Außenstehender kann sich vorstellen welche wichtigen Inhalte und Aufgabenbereiche sich in der Altenpflege erstrecken. Um Ihnen diese Aufgaben näher zu bringen, habe ich eine kleine Serie gestartet mit verschiedenen Inhalten der Altenpflegeausbildung und deren spätere Berufsmöglichkeiten.

Bibelworte

Die Geburt des Schmetterlings

Ein Wissenschaftler beobachtet einen Schmetterling und sah, wie sehr sich dieser abmühte, durch das enge Loch aus dem Animals 0881Kokon zu schlüpfen. Stundenlang kämpfte der Schmetterling, um sich daraus zu befreien. Da bekam der Wissenschaftler Mitleid mit dem Schmetterling, ging in die Küche, holte ein kleines Messer und weitete vorsichtig das Loch im Kokon damit sich der Schmetterling leichter befreien konnte. Der Schmetterling entschlüpfte sehr schnell und sehr leicht. Doch was der Mann dann sah, erschreckte ihn doch sehr. Der Schmetterling der da entschlüpfte, war ein Krüppel.
Die Flügel waren ganz kurz und er konnte nur flattern aber nicht richtig fliegen. Da ging der Wissenschaftler zu einem Freund, einem Biologen, und fragte diesen: "Warum sind die Flügel so kurz und warum kann dieser Schmetterling nicht richtig fliegen?"Der Biologe fragte ihn, was er denn gemacht hätte.
Da erzählte der Wissenschaftler dass er dem Schmetterling geholfen hatte leichter aus dem Kokon zu schlüpfen.
"Das war das Schlimmste was du tun konntest. Denn durch die enge Öffnung, ist der Schmetterling gezwungen, sich hindurchzuquetschen. Erst dadurch werden seine Flügel aus dem Körper herausgequetscht und wenn er dann ganz ausgeschlüpft ist, kann er fliegen. Weil du ihm geholfen hast und den Schmerz ersparen wolltest, hast du ihm zwar kurzfristig geholfen, aber langfristig zum Krüppel gemacht." Wir brauchen manchmal den Schmerz um uns entfalten zu können - um der oder die zu sein, die wir sein können.
Deshalb ist die Not oft notwendig - die Entwicklungschance die wir nutzen können.

Dia-Schau mit Renate Giesen

“Mainhattan” Frankfurt am Main

220px-Bockenheimer_Warte_Anton_Radl_1800Frau Renate Giesen präsentiere im Oktober ihre neue Dia Schau „Frankfurt“. Lange hatte sie die Bilder gesammelt um eine würdige Bilderschau zusammen zu bekommen. Einigen Bewohner lag die Dia Schau sehr am Herzen, denn mit Frankfurt verbinden viele Kindheitserinnerungen. Frau Margot Laue ist in Frankfurt geboren, ihre Eltern hatten einen Lebensmittelladen und nach der Bombennacht 1945 ist ihre Familie nach Dieburg umgezogen. Die Bewohner sahen Bilder der geschichtsträchtigen Paulskirche, die alte Oper, oder von der größten Einkaufsmeile Deutschlands, die Zeil.
Neu ist „MyZeil“ ein neuer Einkaufspalast, der durch seine Glasarchitektur hervorsticht, die stark an 5247571
das Münchner Olympiastadion erinnert. Die Bewohner waren sehr überrascht, wie sich Frankfurt seit ihrer Kindheit verändert hat. Gerade die Hochhäuser stechen eindrucksvoll hervor und die modernen Bauten der Innenstadt haben kaum mehr den Charme der dreißiger Jahre. Ein Nachmittag voller neuer Eindrücke und alter Erinnerungen ging zu Ende.

Buchvorstellung

Thomas Edmund Müller - “Erlebnisse eines (Aus-) Wanderers”

alberta1In Burgjoss, im schönen Spessart, wurde ich 1952 geboren. schon in meiner Kindheit bin ich dort durch Felder, Wiesen und Wälder gewandert, habe Flora und Fauna beobachtet und bewundert. So war es nicht verwunderlich, dass mich der Traum von Kanada, meinem Shangri La der Natur, schon damals packte – und er ließ mich auch nie mehr los. Doch bis zur Verwirklichung meines Traumes dauerte es noch einige Jahre. Eine Krankheit kam dazwischen, Morbus Crohn, unter der ich seit meinem 16. Lebensjahr leide. Aber auch in dieser schweren Zeit verlor ich nie meinen Traum. Im Gegenteil: er verstärkte sich noch, wurde noch verlockender. Vielleicht hab’ ich damals meine fast unendliche Geduld erlernt? 1983 war es dann soweit. Monika, meine Frau, und ich wanderten nach Kanada aus. Wir bekamen drei Kinder Robert, Christine und Sylvia. So ist meine Geschichte diejenige einer Familie in einem neuen Land, in herrlicher Natur und Wildnis. Doch nicht nur das, es ist auch die Geschichte eines Menschen, der trotz schwerer Krankheit nie aufgab und seine Lebensprinzipien nie verlor. Der selbst Bären jagte und Blockhäuser baute in der Kanadischen Wildnis. Hinzu kamen das Sammeln von Pilzen in den unendlichen Wäldern, das Farmen mit Pferden wie vor 100 Jahren, das Leben ohne Strom und Telefon und die fast ausschließliche Selbstversorgung mit allem was man so braucht.

Aber nicht nur das ist es, was, wie ich meine, mein Buch so schön und interessant macht. Weitaus wichtiger erscheinen mir meine Ansichten überhaupt zu sein, so wie ich die Dinge sehe, erfahre und erlebe und so sollte mein Buch eigentlich für jedermann geeignet sein, ob Naturbegeisterte, Abenteuerinteressierte, Kanadabegeisterte. Ob Wanderer, Pilzesucher, ökologisch orientierte Jäger und Angler. Ob Anhänger bzw. Interessierte eines alternativen, freiheitlichen Lebensstils.

www.Kanada-Erlebnisse.de   ISBN-10: 0986553603

Ausflug in die Odenwälder Bauernstube

Tanz, Wein und eine schöne Zeit

hz 3 2011001Im September unternahmen die Bewohner der Seniorenresidenz „Landhauses am Weinberg“ in Hainstadt eine große Ausflugsfahrt, nach Haisterbach in die Odenwälder Bauernstube. Die Busfahrgesellschaft Wissmüller hat uns für diesen Tag einen speziellen Seniorengerechten Reisebus zur Verfügung gestellt, der die Reise für die Bewohner angenehmer verlaufen lässt. Bei der Busfahrt konnten die Senioren die schöne Landschaft des Mossautals und Marbachstausee erleben bis wir dann in Haisterbach bei Erbach eintrafen. Haisterbach ist hz 3 2011004eine kleine Gemeinde, die zur Verwaltung Erbach gehört. Ein Höhepunkt des Ortes war der Besuch des Darmstädter Schauspielers Günter Strack in den achtziger Jahren, dessen Vater im Haisterbacher Forst eine Jagt hatte. Haisterbach diente selbst als Kulisse zu den Dreharbeiten der hessischen Geschichten.In der urigen Gaststube mit Panoramablick in den Odenwald, konnten sich die Bewohner auf leckere selbstgebackene Torten und Kuchen freuen. Oskar Klug machte flotte Schlagermusik, die die Senioren zu einem Tanz oder zum Schunkeln hz32012001einlud. Am Abend gab es noch Hausmacher Wurstplatte aus der eigenen Schlachtung und im Metzgereiladen nahm der eine oder andere sich noch ein Schmankerl für seine Angehörigen mit, bevor es wieder mit dem Reisebus Richtung Breuberg ging.

Die Odenwälder Bauernstube ist ein beliebtes Ausflugziel und bietet mehrmals im Jahr Schlachtfeste, eine gemütliche Gaststube mit Kachelofen und für Gruppen Traktorfahrten über Wald und Wiesen mit Exkursionen, an.

Berufsbild im Wandel

Altenpflege - Ein Beruf erfindet sich neu

Bild1Das Berufsbild der Altenpflegekraft hat sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt. Die Schwerpunkte liegen, nicht wie früher, nur auf waschen und pflegen, sondern mehr auf Medikamentenversorgung, altersspezifischen Krankheiten und gerontospezifisch auf die biografische Vorgeschichte des Bewohners eingehen und diese in die Pflegeplanung mit einfließen zu lassen.

Kaum ein Beruf bietet so viel Abwechslung, Hilfe und Dankbarkeit wie Menschen in der Altenpflege. Die Bezahlung (vergleichbar mit Bankkaufmann) ist gut und die Ausbildungsvergütung kann mit den der Industrie durchaus verglichen werden.


Die medizinische Versorgung
Im Stationellen wie auch im ambulanten Pflegebereich kommen den Fachkräften eine besondere Verantwortung in Sachen medizinischer Versorgung zu. Sie richten vom Arzt verordnete Medikamente, wobei die Sorgfalt sehr wichtig ist, denn falsch eingenommene Medikamente können fatale Folgen für die Betroffenen haben. Einen großen Anteil am Erfolg der medizinischen Versorgung ist die Beobachtung der Bewohner. Wie reagieren sie auf die Wirkungsweise der Medikamente. Wirken die Medikamente wie gewünscht. Wie ist es mit Neben- oder Wechselwirkungen der Medikamente. Gibt es Symptome oder Verhaltensweisen die anders sind als an anderen Tagen. Der Pflegefachdienst ist eine wichtige Beratungsstelle für den Haus- oder Facharzt. So steht dem ärztlichen Dienst eine unentbehrliche Beratungsstelle zur Seite. Die Pflegefachkraft muss eigenverantwortlich handeln können. In einem Team von Altenpflegern und Krankenschwestern ist eine gemeinsame Beratung gut und fördert Selbstbewusstsein und Berufserfahrung. Mit das wichtigste in der Pflege ist die Beobachtung. Wie verhält sich der Mensch, wie war er gestern, wie heute, wie sieht seine Haut aus, warum ist er müde, warum besteht so eine große Unruhe. Eine gute Beobachtung im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung macht den Erfolg oder Misserfolg der Pflege aus.

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