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Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Sommerausgabe 2012      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Multivisionsschau - St. Englmar .
             
Ökumenischer Gottesdienst . Das erste Motorrad

Spätlese 3/2012

Spätlese 1/2012

Vorwort

Von Roland Scheuermann

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Vorwort62012001

Pioniere der Stadt Breuberg
Nach dem die Serie „Breuberg wie es früher war“, in der letzten Ausgabe der „Hainstädter Spätlese“ zu Ende ging und immer noch Interesse an geschichtsträchtigem aus der Region besteht, wurde ich im Breuberger Stadtanzeiger fündig. So fand ich die Geschichte von Friedrich Veith und Leonard Herbert, die um die Jahrhundertwende in der aufkommenden Motor- und Automobilindustrie Pionierarbeit geleistet haben. Was der Region Breuberg im nachhinein zu Ansehen und Wohlstand verholfen hat. Des Weiteren ist geplant eine geschichtliche Aufarbeitung über unserer Burg Breuberg mit den Schwerpunkten, die Burg im Mittelalter und die Burg in der Ritterzeit. Weiter von Interesse für sie könnte der weitere Ausbau der Römischen Ausgrabung Villa Haselburg bei Hummetroth/ Hassenroth sein, die um einen Museumsneubau erweitert wird. Das im römischen Stil entstehende Gebäude soll voraussichtlich Mitte des Jahres fertiggestellt werden. Geplant ist das Museum als Ausstellung für Fundgegenstände zu nutzen, die aus dem nahen Umfeld der Siedlung stammen. So gibt es auch Räumlichkeiten für Schulklassen und die Möglichkeit das Gebäude unabhängig vom Wetter für Veranstaltungen zu nutzen. Wir dürfen gespannt sein.

Das erste in Serie gefertigte Motorrad
Durch Recherchen über den Unternehmer Friedrich Veith im Internet, stieß ich auf die ebenfalls interessanten Pioniere Wilhelm Hildebrand und Alois Wolfmüller. Es waren Pioniere in der Motorentechnik, die für die damalige Zeit über sehr viel know-how verfügten. Alois Wolfmüller arbeitete bereits mit Otto Lilienthal an der Entwicklung von Fluggeräten zusammen. Dann hatte er mit Wilhelm Hildebrand eine Vision. Ein Motor in ein rahmenverstärktes Fahrrad unter zu bringen. Inspiriert wurden sie von Gottlieb Daimlers Holzreitwagen, der es aber nur zu einem Prototyp schaffte. Zwar hatten beide, auch nach der Serienfertigung bereits große Rückschläge erlebt, dennoch war es ein Meilenstein der Konstruktionstechnik. Das Motorrad ist heute im deutschen Museum in München zu bestaunen.

Bibelworte

Die Heimkehrer

bibelworte6202012002Ein Soldat kam endlich nach Hause, nachdem er im Vietnamkrieg gekämpft hatte. Von San Francisco aus rief er seine Eltern an: “Mutter, Vater, ich komme nach Hause, doch ich muss euch um einen Gefallen bitten. Ich habe einen Freund bei mir, den ich gerne mitbringen würde.“ „Natürlich“, erwiderten seine Eltern, „Wir freuen uns, ihn kennen zu lernen.“ "Da gibt es aber noch etwas, das ihr wissen solltet”, fuhr der Sohn fort, “er ist im Kampf wirklich entsetzlich verletzt worden. Er ist auf eine Landmine getreten und hat einen Arm und ein Bein verloren. Er weiß nicht, wohin er gehen sollte und hat sonst niemanden, und ich möchte, dass er bei uns lebt.“
"Das tut uns aber leid, mein Junge. Vielleicht können wir ihm helfen, anderswo einen Ort zu finden, wo er leben kann.” "Nein, Mutter und Vater. Ich möchte, dass er bei uns lebt. "Mein Junge", sagte der Vater, “du weißt nicht, um was du uns da bittest. Jemand mit einer derartigen Behinderung wäre eine schreckliche Last für uns. Wir haben unser eigenes Leben zu leben und können nicht zulassen, dass sich etwas Derartiges da einmischt. Ich denke, du solltest einfach nach Hause kommen und diesen Kerl vergessen. Er wird schon irgendwie zurechtkommen.“
An diesem Punkt legte der Sohn den Hörer auf und die Eltern hörten nichts mehr von ihm.
Ein paar Tage später erhielten sie einen Anruf von der Polizei aus San Francisco. Ihr Sohn war gestorben nachdem er von einem Hochhaus gefallen war, wurde ihnen gesagt. Die Polizei glaubte, es sei Selbstmord gewesen. Die gramgebeugten Eltern flogen nach San Francisco und wurden auf den städtischen Friedhof gefahren, um in der Leichenhalle ihren Sohn zu identifizieren. Sie erkannten ihn, doch zu ihrem Entsetzen entdeckten sie auch etwas, das sie nicht gewusst hatten: ihr Sohn hatte nur einen Arm und nur ein Bein.

Die Eltern in dieser Geschichte sind wie viele von uns. Wir finden es leicht, die Gutaussehenden zu lieben oder diejenigen, bei denen es Freude macht, sie um sich zu haben. Doch wir mögen keine Leute, die uns Umstände machen oder dafür sorgen, dass wir uns unbehaglich fühlen. Wir halten uns lieber fern von Menschen, die nicht so gesund, schön oder klug sind wie wir.

Glücklicherweise gibt es jemanden, der uns nicht auf diese Weise behandelt. Jemanden, der uns mit so einer bedingungslosen Liebe liebt, dass er uns für immer in seiner Familie willkommen heißt, egal wie verkorkst wir sind.
                                               
Renate Hesset             Quelle: christliche-autoren.de

Multivisionsschau

Sankt Englmar – Passau – Deutsches Museum

multivisionsschau6202012007Am 26. April fand eine Multivisionsschau mit dem Thema „Unterwegs im Bayrischen Wald“ mit einem Besuch im Deutschen Museum in München statt. Die Senioren bekamen Bilder vom Kreis Regen und von der Kristallglasfabrik in Zwiesel zu sehen. Das Wahrzeichen der Fabrik wie auch von Zwiesel, ist eine übergroße Pyramide aus Kristallgläsern, mit 8 Metern Höhe und über 60 000 aufgestapelten Kristallgläsern, wohl die größte der Welt. Für die Besucher führt täglich ein Glasbläser ein Schaublasen vor, um das alte Handwerk zu präsentieren. In Sankt Englmar gibt es einen Baumwipfelweg mit Naturlehrpfad, auf dem Kinder und Erwachsene die Schönheiten der Natur nahe gebracht werden. Angetan waren die Zuschauer auch vom Deutschen Museum, Bereich Bergbau. Hier waren die verschiedenen Epochen des deutschen Bergbaus zu sehen, von den Anfängen mit Pferdekraft betriebenen Holzaufzügen bis zu den Kohlegruben mit modernster elektrischer Frästechnik. Zum Ende der Vorstellung, multivisionsschau6202012006waren noch Bilder des beschaulichen „Rotenburg ob der Tauber“ zu sehen. Der Weltkulturort ist mit seinem Mittelalterlich erhaltenen Stadtkern eine Sehenswürdigkeit erster Güte. Nirgendswo bekommt der Besucher besser einen Einblick in die Bauweise des Mittelalters als hier. Herr Roland Scheuermann, der die Veranstaltung moderierte kommt wieder in der zweiten Jahreshälfte mit einem ebenso schönen Thema.

Ökumenischer Gottesdienst

Mit Pfarrer Josef Schachner und Pfarrer Dr. Michael Weber

ökomenischer gottesdienst6202012008Auf Initiative des evangelischen Pfarrers Dr. Michael Weber und des katholischen Pfarrers Josef Schachners wurde in der Cafeteria des Landhauses ein Ökumenischer Oste-Gottesdienst abgehalten. Neben den Senioren des Hauses waren auch Breuberger Bürger anwesend. Den Gottesdienst leiteten beide Breuberger Gemeindepfarrer. In der gemeinsamen Predigt ging es um den Sinn des Osterfestes um ihn den Menschen nahe zu bringen und ihnen den Leidensweg Christi aufzuzeigen. Pfarrer Weber hatte kleine ökomenischer gottesdienst6202012007Buxbaums träuße mitgebracht, die von Pfarrer Schachner geweiht wurden. Jeder der Anwesenden bekam einen geweihten Osterstrauß, Leidensweg Christi. Zum Orgelspiel wurden Lieder beider Gemeinden gesungen. Für alle Teilnehmer war dieser Nachmittag eine besondere spirituelle Erfahrung und ein besonderer Dank gehört den beiden Gemeindevorstehern und ihren fleißigen Helfern.

Erfindungen der Menschheit

Das erste Motorrad

wolfmüller hildebrandt6202012008Die Vorgeschichte des Motorades reicht zurück zu verschiedenen Experimenten, unter anderem mit einem Dampfantrieb fahrenden Zweirad oder von Gottlieb Daimler, der den Ottomotor einsetzt. Alle bis dahin entwickelten Prototypen blieben Einzelmodelle. Erst die erfolgreiche Zusammenarbeit der Konstrukteure Wilhelm Hildebrand und Alois Wolfmüller brachte den Durchbruch.
Nach erfolglosen Versuchen mit Fahrradrahmen, die sich als zu schwach erwiesen, konstruierten die Ingenieure Wolfmüller und Geisenhof 1893 ein „Zweirad mit Petroleum- oder Benzinmotorantrieb“, das unter diesem Titel am 20. Januar 1894 das Deutsche Reichs-Patent Nr. 78553 erhielt. In dieser Patentschrift wird auch erstmals das Wort „Motorrad“ genannt. Schon im März 1894 kam es in der Münchner Kolosseumstraße zur Gründung der Motor-Fahrrad-Fabrik Hildebrand & Wolfmüller, während Alois Wolfmüller noch die endgültige Version entwickelte. Im Lauf der folgenden Monate nahm das Projekt eine für die Epoche gigantische Dimension an. 850 Arbeiter in fünf Münchner Werkstätten sollten eine Jahresproduktion von 3000 Motorrädern erzielen. Der hohe Verkaufspreis von 1200 Mark und Probleme mit der unausgereiften, feuergefährlichen Glührohrzündung beendete, trotz einer großen Werbekampagne den Markterfolg der Hildebrand & Wolfmüller, in kürzester Zeit. Die Produktion des ersten, in größeren Stückzahlen gebauten Smot22012001erienmotorrads, ging im Oktober 1895 zu Ende. Gleichzeitig wurde der Konkurs über das Vermögen von Heinrich Hildebrand eröffnet, der aber wohl durch den Verkauf des Patents nach Frankreich abgewendet werden konnte. Am 27. Juli 1897 beurkundete das Patentamt den Warenzeichenschutz für den Begriff „Motor-Rad“ an die Firma Hildebrand & Wolfmüller. Wie viele Exemplare vom ersten Serienmotorrad der Welt gefertigt wurden, ist nicht überliefert – die Schätzungen der Historiker liegen zwischen 800 und 2000 Fahrzeugen.
Alois Wolfmüller beschäftigte sich in den folgenden Jahrzehnten in engem Kontakt mit dem Flugpionier Otto Lilienthal mit luftfahrttechnischen Erfindungen und Experimenten, konnte aber weder technisch noch wirtschaftlich den entscheidenden Durchbruch erzielen. Er starb am 3. Oktober 1948 in Oberstdorf.

DasersteMotorrad6202012009

Die Reifen für das erste serienmäßige Motorrad der Welt kam aus Breuberg von den Veith Reifenwerken.

Quelle: Deutsches Museum, adac.de/infotestrat, Wikipedia.de

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