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Der Haase Jakob Er war gesund geboren, wuchs mit 3 Brüdern auf und bekam im Kindesalter eine schlimme Krankheit. Seine Mutter Sabine bangte sehr um ihn und gelobte: Wenn mein Jakob wieder gesund wird, trage ich ihn auf den Engelberg. Er wurde wieder gesund, und seine Mutter erfüllte ihr Gelöbnis. Jakob stand mit total verkrüppelten Beinen und Füßen vom Krankenbett auf. Er konnte
zwar gehen, aber nur beschwerlich. Er litt sehr, denn bei jedem Schritt musste er sich bis zum Boden beugen. Er bettelte um seinen Unterhalt und auch um sein Mittagessen.Seine Fantasie war unbegrenzt. So machte er Lügen am laufenden Band. Er schmiedete Heiratspläne, worüber jeder lachte. Öfter nahm ihn die Polizei fest, weil er ohne Angelschein fischte. Die Gemeinde musste dann
für ihn Schließgeld zahlen. Irgendwann gab die Polizei ihr Bemühen auf. Es wurde der Beschluss gefasst, ihn in ein Lehrlingsheim zu geben, um einen angemessenen Beruf für ihn zu finden, in Lohr war das nächstliegende. Jakob hielt es nicht lange dort aus, und schlau war er dazu. Am Lohrer Mainufer machte er ein Boot flott. Der Main war damals ungefährlich und flach und Jakob schlug sich Richtung Main abwärts. Er landete glücklich in Elsenfeld und rief laut wie ein Sieger: Gell, ich bin wieder in Elsenfeld! bis an sein Lebensende hatten die Leute ihren Spaß, manche trieben auch Spott mit ihm.
Lausbubenstreich Mehrere Jugendliche durchstreiften allabendlich die Dorfstraße und kamen durch die Jahnstraße, auf der bei Emil Schuck ein fahrbereiter Lastwagenanhänger hinter einem Traktor stand. Unternehmenslustig machte einer den Plan: Wenn’s dunkler ist, fahren wir den beladenen Anhänger in die Besch (Elsava). So geschah es. Sie machten die Bremse los, trennten den Anhänger vom Traktor und los ging die gefährliche Fahrt in Richtung Besch neben der Villa Knecht.Als Emil Schuck gefrühstückt hatte und seine Fuhre in Bewegung setzten wollte, stand nur der verlassene Traktor da. Er musste nicht lange nach seiner Basaltladung suchen, rief die Nachbarn zu Hilfe und spannte seinen Traktor vor seinen nassen Anhänger. Er kam mit seiner Ladung noch zurecht zum Straßenbau nach Dieburg. Der Emil hat über die Lausbuben furchtbar gewettert. Der Robert Bachmann war dabei und kann noch besser davon erzählen.
Vielen Dank Frau Bender, dass Sie uns diese tollen Geschichten für die Seniorenzeitung überlassen haben.
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