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Archiv der Seniorenzeitungen
Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung September 2009           1/3

Seniorenresidenz
Landhaus am Weinberg

Themen: Die Weihnachtsmaus . Sommerfest . Ballonwettbewerb .
              
Elsenfelder Geschichten . Leidenschaft VW Käfer

Spätlese 2/2009

Spätlese 1/2010

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Lord of The Dance

Michael Flatley´s Tanz erfreut die Senioren

Mit „Lord of the Dance“ sahen die Bewohner im August die weltbekannte Tanzshow von Michael Flatley auf Großleinwand in der Cafeteria.Michael Flatley ist einer der höchstbezahlten (1Mio im Jahr) Tänzer der Welt. Der Tanzstil ist eine Mischung aus Irischem Volkstanz, Choreografie und Stepptanz. Bei seiner Uraufführung 1996 im Point Theater in Dublin, begeisterte er das Publikum und später auch Millionen in der ganzen Welt.Flatley hält den Rekord im Steppanschlag mit 35 Stepps in einer Sekunde. „Lord of the Dance“ ist einer irischen Legende zufolge Nachempfunden, dem Sieg der Guten über die Bösen Mächte. Den Besuchern hat es sehr gut gefallen und alle freuen sich über die Fortsetzung im Herbst mit „Feet of Flames“.

Demenzbetreuung

Bundesförderung kommt gut an!

Seit Mitte des Jahres nimmt das Landhaus am Weinberg eine gesetzliche Möglichkeit in Anspruch, um demenziell erkrankte Bewohner speziell zu beschäftigen und zu fördern. Im Fordergrund stehen die Restressourcen der Bewohner zu fördern mit dem Mindestziel die demenzielle Verschlechterung so lange wie möglich hinauszuzögern. Praktisch werden Kreativität und Denkvermögen durch Basteln und spezielles Gedächtnistraining gefördert. Auf die Bewohner haben die Maßnahmen eine positive Wirkung.Unser Ziel ist es die Gruppe weiter auszubauen, die Maßnahmen weiter zu verbessern, um den Senioren die Lebensqualität zu erhöhen.

Die Weihnachtsmaus

Beitrag von Diedrich Sabrowski

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar (Sogar für die Gelehrten)
Denn einmal nur im ganzen Jahr Entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen oder Rattengift kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist was diesen Punkt betrifft, Noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus Den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus Kriecht sie am Weihnachtsmorgen.

Da sagt jeder rundheraus: Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus, Die über Nacht gekommen.

Ein anderes Mal verschwand sogar Das Marzipan vom Peter,
Was seltsam und erstaunlich war, Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus: Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,  Die über Nacht gekommen.

Ein drittes mal verschwand vom Baum, An dem die Kugeln hingen,
Ein Weihnachtsmann aus Eierschaum Nebst anderen leckeren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus: Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,  Die über Nacht gekommen.

Und Ernst und Hans und der Papa, Die riefen: Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da, Und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort. Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort, Ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg, Sobald der Baum geleert war,
Sobald das letzte Festgebäck Gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun bei ihm zu Haus – Bei Fränzchen oder Lieschen –
Da gab es keine Weihnachtsmaus, Dann zweifelte ich ein bisschen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt! Das könnte euch so passen!
Was man vom Weihnachtsmäusen denkt, Bleibt jedem überlassen!

 

Sommerfest

Mit Blaskapelle, Hundelauf und Ballonwettbewerb

Unser diesjähriges Sommerfest war wieder eine gelungene Veranstaltung für alle Teilnehmer. Obwohl Wettervorhersage Regen versprach, blieb es trocken. So konnte auch die Egelsbacher Blaskapelle ihre Musik im Freien ausüben und die traditionellen Klänge waren weit um das Seniorenheim gut zu hören. Spontan fanden sich Senioren ein um das Tanzbein zu schwingen. Leibliche Stärkung fanden die Gäste am reichlich gedeckten Kuchenbuffet im Foyer des Hauses und am Imbissstand  im Garten. Frisch gezapftes Schmuckerbier und Weiswein von der Odenwälder Weininsel Groß-Umstadt wurde in der Cafeteria als Regionale Highlight angeboten.Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags war die Hundedressuraufführung des Hundevereins Lützelbach.

Unter der Leitung des Hundedressurleiters Michael Olt, legten die teilnehmenden Hundehalter mit ihren vierbeinigen Schützlingen einen tollen Parcourlauf hin. Nicht nur für Hundeliebhaber war es eine gelungene Darbietung. Eine weitere Attraktion war der Ballonwettbewerb. Für einen kleinen Unkostenbeitrag konnte jeder einen Gruß mit dem Ballon in die Luft schicken. Die Karten die am weitesten kamen, bekommen einen Preis. Ein schöner Nachmittag ging mit fröhlichen Besuchern und Senioren zu Ende.
Wir bedanken uns beim Blasorchester Egelsbach für die musikalische Umrahmung des Nachmittags, für die Hundedressurteilnehmer aus Lützelbach und für alle Helfer des Sommerfestes.

Auf Wiedersehen auf unserem Oktoberfest am 24.10.2009.

 

Ballonwettbewerb

Kindergarten aus Nürnberg Feucht findet Karte im Wald

Beim Ballonwettbewerb auf unserem Sommerfest kamen die meisten Heliumballons nicht über Würzburg hinaus. Doch zwei hatten es weiter geschafft. Einer wurde bei Neustadt an der Aisch gefunden und der andere von Kindern eines Kintergartenausflug in Feucht östlich von Nürnberg. Die Erzieherin hatte uns einen Brief geschrieben (Ausdruck im Anschluss). Der Absender der Karte und zu gleich der Gewinner des Wettbewerbes ist Gerhardt Massoth aus Weiskirchen. Seine Karte flog als Einzige ca. 200 km Luftlinie.

Der Brief der Kindergärtnerin

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Freunde entdeckte ich die Karte der Seniorenresidenz „Landhaus am Weinberg“. Von Beruf bin ich Erzieherin und war an diesem Tag mit den Kindergartenkindern im Wald und dort fand ich auch die Postkarte. Der Fundort Feucht ist ca. 12 km von Nürnberg entfernt.

Ich hoffe, dass die Karte noch rechtzeitig ankommt und werde mich sehr über Post freuen!

Herzliche Grüsse

Christine Bäuml

 

Die Roten Punkte zeigen die Landepunkte der Ballons mit dem Siegerballon am Pfeilende.

Die Plazierungen

  • 1. Gerhardt Massoth (Weiskirchen) – Feucht bei Nürnberg
  • 2. Katharina Hoffmann (Im Landhaus) – Marktbreit bei Würzburg
  • 3. Lucas Panse (Breitenbrunn) – Reichenberg südl. von Würzburg
  • 4. Roland Scheuermann (Rai Breitenbach) – Greußenheim bei Würzburg
  • 5. Ingrid Flasch (Münster) – Vettingen bei Würzburg
  • 6. Silvia Fritsch (Offenbach) – Marktheidenfeld
  • 7. Justin de Petris (Hainstadt) – Marktheidenfeld
  • 8. Monika Fritsche (Groß Gerau) – Stadtprozelten
  • 9. Franziska Fritsch (Offenbach) – Elsenfeld
  • 10Nicht Lesbar – Neustadt an der Aisch zwischen Würzburg und Nürnberg

Elsenfelder Geschichten

Aloisia Bender erzählt Geschichten

Inflation - Geldentwertung

1922 war wegen des vorausgegangenen Krieges Geldentwertung. Die Schlauen versteckten ihre Ersparnisse, obwohl sie gemeldet werden mussten, die eingeprägte Nummer musste erfasst werden. Hannes Münzenberger meldete sein Geld nicht an, hielt es versteckt. Die Wochenzeitung und auch der Gemeindediener gaben die Meldung bekannt. Hannes wurde angezeigt, es kam zur Verhandlung vor Gericht. Seine Frau hatte sich bei einem sehr gescheiten Bürger erkundigt, wie sie aus dieser Sache ohne Strafe heraus kommen könnte. Der Besserwisser riet ihr, dass sie bei der Verhandlung ihren Hannes als Blödel und Dummkopf hinstellen soll. Es geschah so und der Richter sagte zu ihr, es wäre genug Aufforderung zum Geldanmelden ergangen, warum meldete er seine Ersparnisse nicht? „Ach, Herr Richter, mein Mann ist so dumm, er begreift keine Bekanntgabe“. Der Richter antwortete und fragte: „Ach, gute Frau, warum hat sie einen so dummen Mann geheiratet!“ Herr Richter, manche Frau gäbe gern ihren Mann bald nach dem Heiraten wieder her, wenn sie merkt wie dumm er ist.Die Verhandlung wurde ohne Strafe geschlossen, denn gegen Dummheit kämpft man vergeblich.

Schweres Unglück

1922 war wegen des vorausgegangenen Krieges Geldentwertung. Die Schlauen versteckten ihre Ersparnisse, obwohl sie gemeldet werden mussten, die eingeprägte Nummer musste erfasst werden. Hannes Münzenberger meldete sein Geld nicht an, hielt es versteckt. Die Wochenzeitung und auch der Gemeindediener gaben die Meldung bekannt. Hannes wurde angezeigt, es kam zur Verhandlung vor Gericht. Seine Frau hatte sich bei einem sehr gescheiten Bürger erkundigt, wie sie aus dieser Sache ohne Strafe heraus kommen könnte. Der Besserwisser riet ihr, dass sie bei der Verhandlung ihren Hannes als Blödel und Dummkopf hinstellen soll. Es geschah so und der Richter sagte zu ihr, es wäre genug Aufforderung zum Geldanmelden ergangen, warum meldete er seine Ersparnisse nicht? „Ach, Herr Richter, mein Mann ist so dumm, er begreift keine Bekanntgabe“. Der Richter antwortete und fragte: „Ach, gute Frau, warum hat sie einen so dummen Mann geheiratet!“ Herr Richter, manche Frau gäbe gern ihren Mann bald nach dem Heiraten wieder her, wenn sie merkt wie dumm er ist.Die Verhandlung wurde ohne Strafe geschlossen, denn gegen Dummheit kämpft man vergeblich.

Leidenschaft VW Käfer

Einzigartige Käferstation in Mühlheim am Main

Der KDF – Wagen (so hieß der Käfer ursprünglich) wurde bereits 1938 produziert und gehörte bis vor kurzem, zu dem meist verkauften Auto der Welt. Seinen Spitznahmen VW-Käfer bekam er am 3. Juli 1938 durch einen Artikel in der New York Times. Nachdem 2005 die Produktion in Mexiko eingestellt wurde, existiert der kleine Flitzer weiter in Käfer Fan Clubs oder bei Oldtimerfreunden.

In Mühlheim am Main gibt es die erste, und wahrscheinlich einzige Käfer-Station in Deutschland. Dem Gründer Marcus Jung war schon immer der Käfer ans Herz gewachsen. Ihn zu restaurieren war seine Leidenschaft und sein Hobby. Gegen den Willen seiner Eltern brach er sein Studium ab und eröffnete in Mühlheim seine eigene Käferwerkstadt. Hier werden VW Käfer repariert, restauriert oder notwendige Inspektionen durchgeführt. Natürlich werden auch andere Oldtimer hier gerne  repariert. Bei vielen ist der Käfer immer noch sehr beliebt und so berichtete uns Herr Jung, dass er vor kurzem noch einen nagelneuen Mexiko Käfer auf dem Gelände hatte. Der wurde von einem 86 jährigen Mühlheimer gekauft der  hier am Autohaus regelmäßig vorbeikommt. Der Käfer gilt bei seinen Freunden als sehr robust und werkstattfreundlich. So erzählte Jung von einem Versicherungsverkäufer der es leid war, ständig mit seinem modernen Wagen wegen anfälliger Reparaturen in die Werkstatt zu müssen. Er kaufte sich einen Käfer in der Käfer-Station und nach gefahrenen 60 000 km war noch keine Reparatur notwendig geworden. Je nach Ausstattung, Baujahr und Zustand des Wagens kostet ein Käfer zwischen 3500 und 6500 €. Für ein gut erhaltenes Cabrio werden 10 000 € fällig. Für Privatkäufer bietet Herr Jung für ein geringes Entgelt einen Käfer check-up an. Sollten sie einmal in der Nähe der Käfer Station sein, schauen sie doch einmal vorbei in Diedesheim–Mühlheim, es lohnt sich.

Aus unserer Nähe

Dr. Sam unterstützt die Buschleute

Mit Initiative von unserem Hausarzt Dr. med Andreas Sam hat sich die Band „Sean Naudé an Friends“ gebildet. Sie machen auf das Schicksal der Kalahari Buschleute aufmerksam, deren Kultur als afrikanische Ureinwohner in Namibia sehr stark bedroht ist. Sowohl der Erlös, der Auftritte der Band, als auch die Gelder der aufgenommenen CD „Welcome to Namibia“, kommen den Buschleuten zu gute. In Namibia stürmte die CD in kürzester Zeit die Musikcharts. Mittlerweile hat sich auch ein Förderverein gebildet, dessen Ziel es ist, die Buschleute als Weltkulturerbe beim UNESCO anerkennen zu lassen. Wer vorab reinhören möchte, kann die CD unter folgender Adresse bestellen: seannaudeandfriends@yahoo.de

Übrigens im November ist die deutsch-afrikansiche Formation für Auftritte in den namibischen Städten Lüderitz, Windhoek und Swakopmund engagiert.

 

Die Neustädter Wolfsmühle

Die Wolfsmühle aus Neustadt stammt aus dem Jahr 1624 und war Eigentum des Balthaser Wolfes zu Lehen. Die Wasser-kraft der Mümling hat in der Mühle drei Mahlgänge und einen Schalgang angetrieben. Die Wolfsmühle ist ebenso wie die Rossbacher Mühle, im Renaissancestil erbaut. Als Erbacher Amtsmühle trug sie auf der Giebelseite das Wappen der Erbacher Grafen. Von einem Pumpwerk auf dem Gebäude der Mühle wurde früher Wasser der Burg Breuberg gepumpt. Die Leitung wurde aber schon bald nach ihrer Einrichtung 1637 durch Streifenkolonnen der Armee von Marschall Turenn zerstört.

Hochwasser in der Hintergasse

In der Neustädter Hintergasse war Hochwasser in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg ein gewohntes Bild. Nach dem die Mümling über die Ufer getreten war, machte sich der Ochsenwirt das zu nutze um mit seinem Kahn die Versorgung des Wirtshauses zu sichern. Nach dem Hochwasser halfen dann alle Neustädter bei den Aufräumarbeiten zusammen.

Der Neustädter Bahnhof

Freies Land am Bahnhof von Neustadt. Wandersleut ziehen am Strassenrand entlang. Bis 1912, nach Erstellung des Neustädter Bahnhofs für die Odenwaldbahn, zweigte die Strecke nach Aschaffenburg. In der Straße hatte bis zu diesem Zeitpunkt die alte „Dörre“ gestanden, in der Zwetschgen, Äpfel und Birnen gedörrt wurden. Als Odenwälder Dörrobst ist es in aller Welt bekannt.

Das Gasthaus zum Ochsen

Das Gasthaus „zum Ochsen“ war früher ein gut besuchter Treffpunkt vieler Vereine. In dem großen Saal des Wirtshauses wurden viele Veranstaltungen abgehalten. Das Bild auf der Postkarte zeigt mit wildem Wein das zu gerankten Wirtsgebäude, den Biergarten und das Städtchen Neustadt mit der Burg im Hintergrund. So wie es vor dem ersten Weltkrieg aussah.

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