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Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Januar 2011          1/3

Seniorenresidenz
Landhaus am Weinberg

Themen: Dietrich Bonhöffer . Entdeckungen .
              
Parks und Gärten . 100. Geburtstag

Spätlese 3/2010

Spätlese 2/2011

Vorwort

Aus dem Inhalt

Von Roland Scheuermann

vor

Danke Renate Giesen

Renate Giesen hat seit 2005 den Senioren und Seniorinnen ihre selbst fotografierten Bilder vorgetragen. Es sind nicht irgendwelche Fotos, sondern Bilder wie sie selbst die Welt sieht und das gefällt auch den Senioren. Gerne hat sie die Schönheiten der Natur aufgenommen, wie auf dem Käukenhof in Holland, oder die liebliche Landschaft des Odenwaldes. Zeit ihres Lebens war sie für die älteren Menschen da und die Menschen wussten das auch zu schätzen. Sie hat selbst im Pflegeheim als Altenpflegerin gearbeitet bevor, sie in Rente ging.

Mit ihren Dia-Schauen für Senioren konnte sie ihrem Hobby der Fotografie nachgehen und war dazu den Senioren sehr nahe. Die bei uns bereits wieder eingeplanten Dia-Schauen hatte Sie aus gesundheitlichen Gründen vorerst absagt.

Kurz vor Druck dieser Ausgabe aber wieder zugesagt. Darüber freuen wir uns sehr. In dieser Ausgabe haben wir Frau Giessen einige Zeilen als Anerkennung ihrer Arbeit gewidmet.


Gabriele Parthon: Alltagsbegleiterin

Seit einem Jahr verfügt das Landhaus am Weinberg über eine spezielle Beschäftigungsgruppe für Demenzkranke, die auf dem Wohnbereich 3 täglich stattfindet. Möglich gemacht hat das eine Gesetzesänderung, bei dem finanzielle Mittel von der Pflegekasse bereit gestellt werden, für Menschen mit Demenz- erkrankungen.
Diesen für sich schwierigen Bereich hat Gabriele Parthon aus Obernburg übernommen, die einen spezielle Weiterbildung dafür absolvierte.
Was anfangs versuchsweise begann ist heute zu einem festen Bestandteil unserer Arbeit  für demenzkranke Bewohner geworden. Sie hilft den betroffenen Senioren ein besseres Einleben in der Gemeinschaft und gibt ihnen die Aufmerksamkeit und den Respekt, den sie teilweise verloren haben.

Bibelworte

Dietrich Bonhöffer - Von guten Mächten

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

 

Gedicht wurde vorgetragen von Pfarrer Keil
anlässlich des 90. Geburtstags von Maria Patzelt

Entdeckungen der Menschheit

Tee - Die Eroberung der Welt

Tee wird schon seit tausenden von Jahren von den Menschen zubereitet und getrunken, ursprünglich stammt er aus Asien. Als Getränk ist er das weltweit am meisten verbreitete überhaupt, zufällig, als ein Teeblatt in die Trinkschale des chinesischen Kaisers Chên Nung segelte. Im Jahre 2737 v. Chr. erholte dieser sich gerade von seinen kaiserlichen Strapazen und gönnte sich im Schatten eines wilden Teestrauches eine Schale abgekochtes Wasser. Ein Windhauch trieb einige Teeblätter in des Kaisers Trinkwasser, das eine goldgelbe Färbung annahm. Der herrliche Duft stieg Chên Nung in die kaiserliche Nase, und er kostete. Von diesem Moment an wollte er nichts anderes mehr trinken als Tee. Wie gesagt nur eine Legende.

Schon lange bevor die Europäer nach Asien gelangten, wurde der Tee dort im alten China und in den umliegenden Ländern angebaut und verarbeitet. Man unterschied ursprünglich den "Assamtee", aus dem schwarzer Tee, und den "Chinatee", aus dem grüner Tee gewonnen wird. Alle heutigen Teesorten stammen von diesen beiden Urformen ab.

 

Quelle: helles-koepfchen.de, messmer.de

Dia Schau mit Renate Giesen

Parks und Gärten

Mainau. Die trittgrößte Insel des Bodensees verfügt über ein günstiges Klima, dass zeitweise subtropische sogar zeitweise tropische Züge annimmt. Palmen und mediterrane Pflanzen wachsen und gedeihen hier. Das tropfenförmige Eiland wird deswegen auch Blumeninsel genannt. Im Frühjahr, Ende März beginnt das Blumenjahr im  Pfarrhaus mit einer großen Orchideenschau. Bis Ende Mai blühen hier Tulpen, Narzissen und  Hiazynthen .Interessant waren auch Bilder vom Hermannshof in Weinheim, von dem kaum ein Anwesender vorher gehört hatte. Der Hermannshof ist ein Sichtgarten der Pflanzen und Blumen wissenschaftlichexperimentell begleitet untersucht und natürlich aufwachsen lässt.

Die Ergebnisse werden dann für modernen Garten- und Pflanzenanbau verwendet. Der Garten, ein 2,2 ha großes Areal, blickt auf eine 200 Jahre alte Gartentradition zurück. Seit 1888 ist er im Besitz der industriellen Familie Freudenberg und zählt Heute zu den lehrreichsten Gärten in Deutschland. Von den tollen Blumen- und Pflanzenbilder angetan, bedankten sich die Senioren für den schönern und lehrreichen Nachmittag bei Frau Giessen.

100. Geburtstag im Weinberg

Auguste Finger feiert ihren Geburtstag

Zusammen mit den Senioren des Landhauses am Weinberg hat Frau Auguste Finger aus
Babenhausen am 15.2.11 ihren 100. Geburtstag gefeiert. Ein Präsent und eine Urkunde vom
hessischen Ministerpräsident, sowie persönliche Glückwünsche überbrachte der Landrat
des Odenwaldkreises Herr Dietrich Kübler, der extra angereist war. Sowie vom Bürgermeister der
Stadt Breuberg Herr Frank Matiaske, der eine Jubiläumsurkunde mit einem reichlich ausgestatteten Schlemmerkorb Frau Finger überreichte. Beide Ehrenmänner ließen es sich nicht nehmen mit
Frau Finger, den Senioren und Familie Scheuermann auf ihre Gesundheit mit einem Gäschen Sekt anzustoßen. Danach wurde sich noch unterhalten über die schönen Jahre mit ihrer Familie in Babenhausen, ihre Urenkel, die ihr sehr viel Freude machen und wie froh sie ist, hier in Breuberg ein schönes Plätzchen gefunden zu haben.
Für Frau Finger und die Senioren war es ein schöner Nachmittag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

100. Geburtstag im Weinberg

Fr. Auguste Finger ist geboren als dritte von vier Töchtern in Bad Hersfeld. Sie machte dort eine Lehre als kaufmännische Angestellte in einem Textilbetrieb, wo sie bis zu ihrer Heirat 1941, als Chefsekretärin arbeitete. Ihren Mann Werner lernte sie in einem Urlaub im Thüringer Wald kennen. Mit ihm zog sie nach Berlin, später nach Polen von wo sie während des Krieges mit ihrer Tochter nach Bad Hersfeld flüchtete. Als sie nach den Kriegswirren endlich wieder vereint waren, übernahm ihr Mann 1948 die Leitung des Fernmeldeamtes in Marburg, wo sie sich auch ein kleines Häuschen bauten. Sie mussten auf vieles verzichten und deswegen machte Frau Finger ihren Führerschein erst mit 57 Jahren. 1977 starb ihr Mann. 1988 zog sie zu ihrer Tochter nach Rossdorf, wo sie sich schnell einlebte. 22 Jahre blieb sie dort bis sie im letzen Jahr schwer erkrankte. Sie erholte sich jedoch erstaunlich gut. Seit September 2010 wohnt sie bei uns im „ Landhaus Am Weinberg“

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