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Seniorenzeitung Juni 2008      2/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Frühlingserwachen . Erfinder Heinrich Göbel . Seniorengeschichten aus Dietzenbach

Spätlese 1/2008

Spätlese 3/2008

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Frühlingserwachen

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Das Frühlingsfest am 3. Mai im Landhaus am Weinberg war wieder eine runde Sache. Dieses mal spielte auch das Wetter mit und so kamen doch zahlreiche Angehörige und Freunde des Hauses, um mit den Senioren zu feiern. Da es im Freien schön warm war, konnten sich die Gäste und Bewohner im Garten aufhalten. Nach dem Motto „Fit in den Frühling“ konnte sich jeder Besucher seinen Blutdruck und seinen Blutzucker von unserem Fachpersonal messen lassen.  Dafür gab es dann noch ein kleines Geschenk. Glücklicherweise waren fast alle Werte im „grünen Bereich“ und so hatten alle ihren Spaß.Bei der Tombola für groß und klein war fast jedes zweite Los ein Treffer, so dass jeder mindestens einen kleinen Gewinn mit nach Hause nehmen konnte.

Besonders die Kinder hatten ihren Spaß an diesem Tag. Kein Platz war vor ihnen sicher und die Senioren freuten sich über die jungen Sprösslinge in ihrer Nähe. Später sorgte die Theatergruppe von Weiten-Gesäß mit einer Musikeinlage und einen Sketch für Heiterkeit.Besonders gefreut haben wir uns alle über den Besuch von ehemaligen Angehörigen, wie Familie Becker, Familie Kurowski, Familie Schickedanz und Frau Sattler, die das Fest zu einem Besuch genutzt haben. So war die Wiedersehensfreude natürlich riesengroß.Das Landhaus am Weinberg bedankt sich bei seinen Mitarbeitern für die Hilfe. Aus aktuellem Anlass wird der Erlös den Zyklonopfern in Birma zu gute kommen.

Frau Wilhelm mit Ihrer Tochter

Frau Stumpf mit Ihrer Tochter und Schwiegersohn

Frau Podeschwa mit Ihren Bekannten

Frau Zinser mit Ihrem Sohn

Die Weiten Gesäser Theatergruppe

Herr Paul mit seinen Eltern

 

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Erfinder Heinrich Göbel

Ein Großvater schreibt einen Brief an seinen
Enkel über seinen berühmten Ahnen

Nach unserem Bericht in der letzten Ausgabe der Heinstädter Spätlese über die Erfindung der Glühbirne, hat mir Maria Koschate eine interessanten Brief mit folgender Abhandlung geschrieben (Der genannte Thomas ist Ihr Neffe):

Mein lieber Thomas!

Deinem Wunsch entsprechend übersende ich Dir hiermit eine kurze

      • A b h a n d l u n g
  • Über Deinen Ur-ur-ur-groß Onkel, den Erfinder Heinrich Goebel, der im Jahre 1854 die elektrische Glühlampe mit Glühfaden aus verkohlter Bambusfaser erfand.Im Lexikon ist er erwähnt als deutsch-amerikanischer Mechaniker, geboren in Springe bei Hannover am 20.04.1818, gestorben am 16.12.1893 in New York (USA).Diese Erfindung hat er vor dem weltbekannten Erfinder Thomas Edison gemacht. Edison hat diese Erfindung später nur verbessert – Metalldraht, anstatt Kohlefaden – und dank seiner guten Beziehungen zur damaligen Industrie, die seit etwa 1785 zuerst in England, bald auch in anderen Ländern und in den USA einsetzte – die so genannte industrielle Revolution -, in lukrativer Weise in den Handel und Verkehr gebracht. Die ursprüngliche Entwicklung aber sieht etwa folgendermaßen aus: Der Verfasser dieser Abhandlung kann von seinem Ur-Großonkel Heinrich Goebel aus Gesprächen von Mund zu Mund die nun folgende Geschichte nacherzählen:
  • Im Jahre 1932, las ich in einer Zeitschrift (Grüne Post) einen Bericht über eine Richtigstellung der echten Priorität der Glühbirnen-Erfindung. Es herrschte damals nämlich allgemein die Auffassung, der weltbekannte amerikanische, vielseitige Erfinder EDISON habe auch die Glühbirne erfunden. Das dem aber nicht so war, erläuterte seinerzeit diese Zeitschrift, die ich zufällig auch zu lesen bekam. Da mir der Geburtsname meiner Mutter, also Goebel, natürlich bekannt war, fragte ich sie, ob der Inhalt dieses Zeitungsberichtes seine Richtigkeit haben könnte. Sie antwortete: „Ich werde der Sache einmal auf den Grund gehen!“ Anlässlich eines persönlichen Besuchs ihrer Eltern, des Ehepaares Reinhard Goebel und Frau Mathilde, in Annaberg (Erzgebirge) erkundete sie durch Vermittlung einer zufällig anwesenden Ruhme (Vaterschwester), dass Heinrich Goebel in Annaberg am 20.04.1818 geboren wurde, als junger Mann und Bergarbeiter jedoch von dort wegen Arbeitslosigkeit weggezogen sie, weil der seit dem 17. Jahrhundert einsetzende Rückgang des Silberbergbaues im sächsischen Erzgebirge zum fast völligen Erliegen kam. Er zog also von dort nach Springe bei Hannover. Hier hat er sich als Mechaniker niedergelassen und später als Uhrmachermeister etabliert. Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, nämlich Arbeitslosigkeit, ist er später mit seiner Frau nach Amerika ausgewandert und hat sich in New York niedergelassen. Er betrieb auch dort ein Uhrmachergeschäft.

    Als Hobby betrieb er in seiner Werkstatt Experimente im Luftverdünnten (Vakuum) Raum von Glasbirnen. In dieses Vakuum schloss er eine vorher verkohlte Bambusfaser ein, um die dann so entstandene zweipolige Glasbirne mit den negativ-positiven Polen eines Blei-Akkumulators zu verbinden, die die Stromzufuhr garantierten. Das Aufglühen der verkohlten Bambusfaser war das Ergebnis und gleichzeitiger Erfolg seiner experimentellen Forschungsarbeit. Durch weitere Verbesserungen an der Bambusfaser brachte er es dahin, dass das Glühen in der Glasbirne auch längere Zeit anhielt.Der Blei-Akkumulator ist bekanntlich aus der Ladungssäule entwickelt worden, die J.W. Ritter 1802 angegeben hat. Eingehende Untersuchungen stellte 1854 – also im Erfindungsjahr der Glühbirne durch Goebel ein gewisser Sinsteden an. Die eigentliche Entwicklung des Blei-Akkus begann mit den Arbeiten von R.G. Plante’ erst im Jahre 1859. Aus Freude über seine Erfindung, dass nämlich die Stromzufuhr aus dem Akku die Glasbirne erglühen ließ, d.h. den Bambusfaden, veranlasste Goebel dieses Ereignis der Öffentlichkeit vorzustellen. Er stellte nämlich diese ganze neuartige Einrichtung von Akku und Glühbirne in das Schaufenster seines Uhrmacher-ladens in einer großen Straße von New York und zwar als es in der Stadt dunkel geworden war. Die Wirkung auf die vorüber ziehenden Passanten war so frappant, dass man zunächst erst einmal die städtische Feuerwehr rief, um das unheimliche grell wirkende Licht, das man für gefährlich hielt, unter Kontrolle und Aufsicht zu bekommen. Trotz seiner Erklärungen musste Goebel auf Veranlassung der Ordnungshüter seine neuartige Lichtquelle erst einmal außer Kraft setzen. Goebel versuchte später, seine Erfindung in einer Glasfabrik kommerziell auszunutzen, jedoch ging dieses Unternehmen sehr bald pleite und Goebel zog sich – nach finanziellen Einbußen aus diesem Wagnis – wieder in sein Uhrmachergeschäft zurück.

    Da Patentgesetze erst im 19. Jahrhundert wirksam und bekannt geworden sind, hat sich Goebel dieses Schutzes seiner Erfindung wahrscheinlich noch nicht bedienen können. Verbittert und alt geworden, ließ er diese ganze für die Menschheit so wichtige Erfindung auf sich beruhen, bis sie von Edison aufgegriffen und verbessert der Industrie und dem Handel zugeführt wurde.

    An seinem Lebensabend unterstützte Goebel die Arbeiten seiner Frau an der Nähmaschine dadurch, dass seine Erfindung dazu als Lichtspender diente.

    So endete diese Geschichte.

    Seniorengeschichten

    Frau Hedi Weilmünster gab der Stadt Dietzenbach eine Identität

    Hedi Weilmünster, Bewohnerin des Landhauses am Weinberg hatte sich in den letzten Jahren einen Namen als Regionalreporterin der Stadt Dietzenbach gemacht. Sie veröffentlichte zwischen den Jahren 1986 – 2002 unter dem Kürzel „ter“ 266 Artikel im Regionalteil Dietzenbach der Offenbach Post. Alles begann mit einem historischen Faschingsfoto, das Hedi Weilmünster in der Redaktion vorzeigte und das prompt veröffentlicht wurde. Die Serie „Anno Dazumal“ war geboren, die das Alte Dorf in Text und Bild wieder aufleben ließ. Die Hobbyhistorikerin stützte sich vor allem auf die Fotosammlung ihres Bruders.

    Die Leser waren begeistert und viele fragten „warum schreibst du kein Buch“, und das tat sie dann auch. Mit viel Liebe zum Detail schuf sie in einem halben Jahr das Buch „Dietzenbach - Anno Dazumal“.

    Die erste Auflage von 2500 Stück war schnell vergriffen und am Hessentag wurde nochmals eine Auflage von 1000 Stück nachgelegt. Anno Dazumal avancierte zum Standardwerk der Dietzenbacher Stadtgeschichte. Die Stadt bedankte sich 1987 mit dem Kulturpreis und 2000 mit der Bürgermedallie für ihr Engagement. Heute ist das Buch „Anno Dazumal“ ein fester Bestandteil der Stadtgeschichte. Paare bekommen das Buch als Erinnerung an die geschichtsträchtigen Zeiten der Stadt, nach der standesamtlichen Trauung, geschenkt.

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    Vorwort – Heinrich Göbel der Erfinder, Dietzenbach hat eine Regionalreporterin Frühlingsfest im Landhaus Mömlingen