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Archiv der Seniorenzeitungen
Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Ostern 2018      2/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Wahre Helden
           
Seniorennachmittag . Fasnacht im Landhaus

Spätlese 3/2017

Spätlese 2/2018

 

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Wahre Helden

Mitmenschlichkeit über den Wolken

fst07042018001Der gebürtige Regensburger Franz Stigler war Pilot bei der Luftwaffe Nazi-Deutschlands, doch er wurde zum Helden: Statt eine feindliche US-Maschine abzuschießen, geleitete er den Feind, bis die angeschossene Maschine über den Ärmelkanal flüchten konnte. Jahrzehnte später fanden sich Retter und Gerettete wieder. Manche Geschichten, die das Leben schreibt, sind besser als jeder Hollywood-Film. Diese Geschichte handelt von einem Helden, der trotz grausamer Umstände seine Menschlichkeit nicht verlor. Es ist die hierzulande noch nie erzählte Geschichte des 1915 in Regensburg geborenen Flieger-Asses Franz Stigler. Während sich in seiner Heimat wohl kaum  jemand an Stigler erinnern dürfte, ist er in den USA und in Kanada längst zu einem Helden aufgestiegen – dort ist er der „Gute Deutsche“, ein Symbol der Verständigung zwischen den Völkern, die sich einst bekriegten. Der im Jahr 2008 verstorbene Franz Stigler ist – ein Kriegsheld, obwohl er für die Deutschen ms23022018002kämpfte. Es wird Zeit, seine Geschichte auch in seiner Geburtsstadt bekannt zu machen. Es war der 23. Dezember 1943, der das Leben von Lieutenant Charlie Brown veränderte, als er mit seiner B-17 in die Luft aufstieg. Die 8. Air Force-Staffel bombardierte die Rüstungsindustrie Hitler-Deutschlands. Franz Stigler war einer der Piloten, die jene von den Nazis betriebene Rüstungs-Schmiede im Norden Deutschlands schützen sollten, die Brown und seine Staffel anflogen. Doch noch bevor Brown mit seiner B-17 die Waffenfabrik erreichte, schoss ihn ms23022018008die Flak vom Boden aus ab – drei von vier Motoren fielen aus, drei Mann an Bord waren schwer verletzt, Brown selbst bekam eine Kugel ab. Doch schließlich brachte der Amerikaner seine Maschine wieder unter Kontrolle. Plötzlich sah er rechts neben seinem Flugzeug eine Bf-109, es war Stiglers. Browns letztes Stündchen und das seiner schwer verletzten Kameraden schien geschlagen: Der Oberleutnant in der deutschen Maschine hätte eine Leichtes gehabt, die B-17 abzuschießen.
Alltag in diesem Krieg, der so viele Menschenleben gekostet hat. Doch stattdessen geschieht ein Akt der Menschlichkeit: Die Bf-109 Stiglers begleitet das angeschossene amerikanische Flugzeug aus dem deutschen Luftraum! Brown und seine Kameraden fliegen über den Ärmelkanal, retten sich – und überleben. Das letzte, was Brown von dem deutschen Piloten sah war, dass er durch sein Cockpit-Fenster salutierte! Nichts nagt in einem Menschen so sehr wie die ms23022018004Ungewissheit: Warum hatte der deutsche Pilot das getan? Viele Jahre später, 1986, begibt sich Brown auf die Suche nach seinem Retter. Er gibt Zeitungsanzeigen auf, sucht nach dem unbekannten Piloten – bis er Franz Stigler wiederfindet, mehr als 40 Jahre später. Dieser ist zwischenzeitlich aus Deutschland ausgewandert, lebt in Kanada. Sie treffen sich. Die Geschichte wird bekannt. Jetzt berichten die Medien – in Kanada berichtet ein Fernsehsender über das Treffen zwischen Brown und Stigler, auch amerikanische Medien berichten. Heute ist die Geschichte des Oberleutnants aus Regensburg, der fünf Menschen das Leben rettete, statt sie abzuschießen, sogar Teil der Luftfahrtgeschichte in den USA.

Noch bevor sich die beiden Veteranen trafen, schrieb Stigler einen Brief auf die Annonce Browns. „All die Jahre habe ich mich gefragt, was aus der B-17 geworden ist, ob sie es geschafft hat“, schrieb Stigler an den Amerikaner. Später, als die Frage an ihn gerichtet wurde, warum er die feindliche Maschine nicht abgeschossen hatte – schließlich hätte ihn das selbst das Leben kosten können, Stigler wäre exekutiert worden, hätte jemand seine Tat beobachtet – anwortete er: „Ich habe es nicht übers Herz gebracht, diese mutigen Männer abzuschießen.“ Der gebürtige Regensburger Franz Stigler starb am 22. März 2008 in seiner Wahlheimat Kanada bei Vancouver. Viele Medien berichteten über den guten Deutschen, der bei uns längst vergessen war. 

Christian Eckel

Quelle: Wochenblatt.de, Wikipedia.de

 

Also wenn Sie mich fragen ...

Beitrag von Diedrich Sabrowski

Aus dem Leben von Küster Josef Kleinestratkötter: Also, wenn Sie mich fragen, dann sollten ja so manche Zeitgenossen scharf darüber nachdenken, wo denn beim Entblößen ihres Körpers in der Öffentlichkeit eigentlich eine Schamgrenze erreicht ist. Ich war ja in diesem Jahr mit meiner Erna, im Urlaub mal wieder an der Ostsee. In Haffkrug, um es genau zu sagen. Man nennt diesen Strandabschnitt, ja die Riviera der Ostsee. Kein Wunder, dass der feine Sandstrand diesen Ort zum einst ersten Badeort an der Lübecker Bucht machte. Und auf genau diesem Stand tummelt sich nun jedes Jahr das halbnackte bis ganz nackte „Fleisch“. Man Illustration16neubekommt da ja Körperregionen der Mit-Urlauber zu sehen, die man eigentlich gar nicht sehen möchte. Mancher Badegast muss fürchten, von Greenpeace ins Wasser zurückgerollt zu werden, weil er für ein gestrandetes Walross gehalten wurde ... Da lobe ich mir doch die züchtigen Badegäste vergangener Jahrzehnte. Am 24. August 1919 titelte die „Berliner Illustrierte Zeitung“ mit einem Foto, das zwei Männer in langer Badehose und mit unübersehbarem Bauchansatz zeigte. Fast knietief im Ostseewasser stehend, lächeln sie in die Kamera. Nun waren das aber nicht irgendwelche Männer, die da in Haffkrug beinahe unzüchtig ihren aus der Form geratenen Körper in Pose stellten. Bei zwei der Herren handelte es sich um Reichspräsident Friedrich Ebert und den Reichswehrminister Gustav Noske. Beide waren Sozialdemokraten – und das Foto ein gefundenes Fressen für die konservativen Kreise in Deutschland. Dort standen sie nach Verlust von Kaiserreich und Monarchie ohnehin nicht im Ruf, das Vaterland würdig repräsentieren zu können. Und nun auch noch das! Hatte man Kaiser Wilhelm jemals in solch unziemlicher Kleidung gesehen? Hatte man nicht – und so war auch klar, dass mit den neuen Machthabern und der neuen Ordnung kein Staat zu machen wäre. Die konservative Presse nutzte die Gunst der Stunde und veröffentlichte zahlreiche Karikaturen, bissige Kom- mentare und Rücktrittsforderungen. Kein Wunder, dass wenig später nach dem ersten deutschen Präsidenten auch die Demokratie baden ging ... Aber mal ehrlich: Möchten Sie allen Ernstes beim Strandurlaub auf Angela Merkel im knappen Bikini treffen? Oder auf Sigmar Gabriel oder Gregor Gysi im Badeslip? Da ist doch die Urlaubsstimmung sofort dahin. Und beim Reiseveranstalter könnte man auf Rückzahlung eines Teiles des Reisepreises klagen – wegen entgangener Urlaubsfreuden. (Halb-)nackerte Politiker – das ist ja fast so schlimm, wie ein Urlaubshotel in der Einflugschneise zum Flughafen, oder wie eine Ameisenstraße quer über die Bettdecke. Was waren das noch für „gute alte Zeiten“ vor 100 Jahren, als der Schriftsteller Franz Kafka 1914 für ein Entsetzen der Badegäste am Ostseestrand sorgte, weil er es gewagt hatte, barfuß (!) im Sand spazieren zu gehen.
Also wenn Sie mich fragen, dann sollte sich ja auch heute noch so mancher Strandurlauber fragen, ob es nicht besser ist, nicht mehr als die Schuhe auszuziehen.

Aber mich fragt ja keiner ...         Bis denn, Ihr Josef Kleinestratkötter

Quelle: www.angekreuzt.de

 

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Seniorennachmittag

Lustiger Nachmittag in Sandbach

snb27022018002Am 18. November 2017 fand wieder der alljährliche Seniorennachmittag der Stadt Breuberg statt. Fünf Bewohner unseres Hauses freuten sich auf diesen Ausflug und einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Nachmittag. Auch in diesem Jahr war die Halle wieder schön dekoriert und die Tische dekorativ eingedeckt mit Kuchen, belegten Brötchen und Getränken. Ganz stolz waren die Seniorinnen und Senioren, als sie vom Bürgermeister persönlich mit Handschlag begrüßt wurden. Auch Pfarrer Schachner, der regelmäßig in unserem Haus Besuche und Gottesdienste abhält, begrüßte unsere Heimbewohner. Die Veranstaltung wurde durch die Breuberg Musikanten eröffnet, die den ganzen Nachmittag musikalisch begleiteten. Wie immer waren auch viele Ehrengäste gekommen, Vsnb27022018001ertreter des Landrates, der Stadtverordnetenversammlung, des Ausländerbeirates sowie die kirchlichen Vertreter der Stadt Breuberg. In ihren Ansprachen ging es vor allem um ein friedliches Miteinander in unserem Land, das ja durch die Seniorinnen und Senioren aufgebaut wurde. Aber auch die gegenwärtigen Aktivitäten der Senioren, wie beispielsweise ehrenamtliche Betätigungen, stundenweise Betreuung von Kranken und Kindern sowie die Mitarbeit bei örtlichen Festen wurden gelobt. Senioren sind heutzutage aktiver als je zuvor! Schön war es anzusehen, dass der Nachmittag auch als Klassentreffen des 1937er Jahrgangs genutzt wurde. Man konnte beobachten, wie groß die Freude über das Wiedersehen war. Nach dem offiziellen Teil ließen sich die Seniorinnen und Senioren Kaffee und Kuchen gut schmecken. Dabei wurden sie durch viele Mitglieder der SG Sandbach bedient und verwöhnt.

snb27022018004Für einen abwechslungsreichen Nachmittag wurde ein schönes und interessantes Rahmenprogramm gestaltet. Die Kindergartenkinder des Kindergartens „Pusteblume“ stimmten die Besucher mit einem Tüchertanz auf die kommende Adventszeit ein. Ganz stolz waren die Kleinen auf den Applaus, der reichlich gespendet wurde. Die Attraktion des Nachmittags war der Auftritt der Kunstrad Artistik Gruppe. Die Mitglieder von 6-30 Jahren zeigten atemberaubende Kunststücke auf dem Einrad. So eine seltene Sportart kann man heutzutage nicht mehr so oft sehen, da die Räder sehr alt sind und kaum noch hergestellt werden. Besonders schön war zu beobachten, mit welcher Freude die Senioren alte Bekannte und Nachbarn begrüßen konnten. Da wurde geschwatzt und gelacht und auch mal ein Tänzchen gewagt. Auch unsere Senioren schwangen snb27022018007das Tanzbein und fühlten sich sehr wohl und einige Jahre jünger dabei. Zwischendurch schmeckte auch mal ein Glas Wein oder Bier. Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags, ist jedes Jahr die Ehrung der ältesten Bürgerinnen und Bürger. In diesem Jahr wurde auch Herr Schimpf aus unserem Hause geehrt, der der drittälteste Senior an diesem Nachmittag war. Die Überraschung für ihn war gelungen und stolz und mit einem Tränchen im Auge nahm er die Glückwünsche und ein Präsent in Empfang. Aber jeder Nachmittag geht einmal zu Ende, so auch dieser. Mit vielen Eindrücken, schönen Erinnerungen und müde vom Tanzen, fuhren unsere Senioren wieder nach Hause und werden noch lange an diesen abwechslungsreichen Nachmittag denken. Zum Schluss möchten wir all denen danken, die geholfen haben, uns einen so erlebnisreichen Nachmittag zu gestalten.  

 

Text und Bilder: Gabi Parthon

Wir feiern Fasching

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Die Toilettenfrau

Büttenrede von Renate Raschke

Bei mir da gibt´s nur Einheitspreise,
ob für´s Pinkeln oder – so
für 50 Cent, Ihr werded lachen,
auch die, die oben drüber machen.
Doch mit Klerix, das ist doch klar,
stimmt die Hygiene das ganze Jahr.
 
Ich sag's mit ehrlichem Gewissen,
mein Beruf, der ist ganz schön – bescheiden.
Zu mir kommt stets mit Hochgenuss,
ein jeder, weil er müssen muss.

Mit meinen zehn Einmannkabinen,
da kann man ganz gut verdienen.
Die Menschen sind bei mir alle gleich,
ob sie arm sind oder reich.
fasn12032018002Nur müssen die Jugend und die Alten
sich an meine Ordnung halten.

Am Eingang hängt ganz vorne dran,
ein Toilettenhausbenutzungsplan.
Da stehen folgend in der Reih´
die Paragraphen eins bis drei
Der este Paragraph besagt in Echt,
eine Klofrau hat immer Recht.

Der. zweite Paragraph heißt so:
Muss ein Kunde mal aufs Klo,
ist er gesetzlich dazu verpflichtet,
dass er fünf Zehner mir entrichtet.
Und wenn er die nicht zahlen will,
dann lass ich ihn nicht auf die Brill'.

In Paragraph drei ist klar umrissen,
fünf Minuten darf man müssen.
Sitzt einer langer auf der Schüssel,
darf die Klofrau mit dem Schlüssel,
die Sitzung einfach unterbrechen
und er muss einen Zuschlag blechen.

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