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Archiv der Seniorenzeitungen
Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Osterausgabe 2012      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Kindergarten zu Besuch . Adventsmarkt .
       
Bibelworte - zum nachdenken

Spätlese 3/2011

Spätlese 2/2012

Vorwort

Die MDK Prüfung

Von Roland Scheuermann

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Am Ende des letzten Jahres hatten wir wieder eine Regelprüfung des MDK. Die Begutachter hatten sich natürlich wie üblich nicht angekündigt, was immer in diesen Situationen einen Ausnahmezustand für die Organisation darstellt und die Tagesplanung über den Haufen wirft. Leitende Mitarbeiter werden im Pflege- und Verwaltungsbereich den Begutachtern zur Hilfe abgestellt. Sollten an diesem Tag Veranstaltungen oder gar ein Ausflug stattfinden, müssten diese verschoben werden. Denn für jede Einrichtung ist eine gute Note Existenziell wichtig. Mit einem Los-Verfahren wird ein Kreis von Bewohnern ausgewählt und deren Befindlichkeiten unter die Lupe genommen. Das Qualitäts- handbuch steht mit der Dokumentation im Fokus.
Am Ende gibt es noch eine Bewohnerbefragung, soweit es noch bei den einzelnen möglich ist. Obwohl wir täglich wissend und gewissenhaft unserer Arbeit nachgehen, sind an diesem Tag alle sehr aufgeregt. Plötzlich gehen jedem tausend Fragen im Kopf herum „Sind uns die Prüfer wohl gesonnen, ist jemand dabei mit Vorurteilen gegen Pflegeheime, haben wir etwas in der Dokumentation vergessen oder überhaupt alles richtig gemacht“. Ich finde es ist eine große Belastung für die Pflege, die Arbeit steht unter Beobachtung, ständig auf den Prüfstand gebracht.
Die verschiedenen Prüfinstanzen hängen wie ein drohendes Damoklesschwert über uns und unserer Arbeit. Bei dieser Art der Prüfung liegt das Gefühl nahe, wir stehen zunächst unter Anklage, wie im Gericht und in den sechs Stunden der Begutachtung müssen wir unsere Unschuld beweisen. Ein Amtsmitarbeiter hatte sich einmal über angekündigte Prüfungen geäußert. Ein geschultes Auge kann auch bei angekündigten Prüfungen vorhandene Mängel erkennen.
Ich finde die MDK Prüfung sollte eine neutrale, beratende Aufgabe haben. Es sollte keine Prüfung sein sondern Beratung, die alle beteiligten in der Pflege begleiten. Die Defizite aufdecken und nach Lösungen suchen. Sie sollten sich mit den Verantwortlichen über den Besuchstermin verständigen, um einen geregelten und humanen Ablauf zu gewährleisten. Der Umgang sollte von Respekt und Anerkennung geprägt sein und nicht von Angst und Unsicherheit. Das Pflegeaufkommen wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Durch das schlechte Image ist die Attraktivität des Berufes sowieso nicht sehr gut, aber mit solchen Voraussetzungen des Misstrauens und Vorverurteilungen wird der Anreiz in einen Pflegeberuf zu gehen, weiter sinken. Die Gesetzesverantwortlichen sollten sich im klaren Sein, dass sie die Voraussetzungen für ihre eigene Altersversorgung schaffen. Möglicherweise wird ihnen im hilfsbedürftigen Alter dann klar, wie stiefkindlich sie die Altenpflege jahrelang behandelt haben, um nun mit diesem schlechten Ergebnis zu leben.

Bibelworte

Zum nachdenken und weiter verschenken

Plants 1040Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie Ihre Blätter der Lehrerin.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt.
Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen. Einige Jahre später war einer der Schülergestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinander gefaltet worden war.
Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch". Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden. Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben einesTages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sieetwas Besonderes und Wichtiges sind.

Kindergarten Spatzenland

Besuch im Advent

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spatzenland hainstadt hz 1 2012 005Im Advent haben die Kinder des Kindergartens Spatzenland unseren Senioren wieder einen musikalischen Besuch beschert. In der Cafeteria des Hauses gaben die sehr jungen Talente ihre lange geübten Weihnachtslieder zum Besten und die anwesenden Senioren honorierten die Darbietungen mit Applaus. Der Kindergarten Spatzenland, der sich an der Turnhalle in Hainstadt befindet kann sich über Nachwuchs nicht beklagen. Das eingespielte Betreuerteam unter der Leitung von Silke Holz, legt viel Engagement und Liebe in die Betreuung ihrer anvertrauten Schützlinge. Es finden im Jahr regelmäßige Veranstaltungen, wie Laternenumzug oder Festlichkeiten statt. Jüngst gab es einen Kindergartenumbau, der die Einrichtung auf den neuesten Stand brachte. Das Dach wurde um ein weiteres Obergeschoss mit einer Größe von 70 Quadratmetern aufgestockt. Ein Mehrzweckraum für Gruppen-Aktivitäten und ein Intensivraum für spatzenland hainstadt hz 1 2012 004individuelle Betreuung oder die Arbeit mit Kleinstgruppen ist entstanden. Hier gibt es nun Möglichkeiten zu Projektarbeiten und individuellen Betreuung, wie sprachtherapeutische Hilfen oder mathematische Früherziehung zur Vorbereitung auf die Einschulung. Der besondere Reiz des neuen Stockwerks für die Kinder liegt darin, dass von dem vorgelagerten Balkon eine Rettungsrutsche aus Edelstahl in den Garten führt, die auch für den Spielbetrieb geeignet ist. Eine zusätzliche Wendeltreppe als weiterer Rettungs- abgang sorgt für kurze Wege.

Adventsmarkt

Mit dem Nikolaus und dem Hainstädter Gesangverein

adventsmarkt hz 1 2012 008Am dritten Advent hatte die Seniorenresidenz Landhaus Am Weinberg in Hainstadt alle Breuberger Bürger und Bürgerinnen zum Adventsmarkt mit Ständen in und vor dem Haus eingeladen. In weihnachtlich geschmückten Holzhütten wurden selbstgemachte Spezialitäten des Hauses, wie Kochkäse, heiße Waffeln, Weihnachtsgebäck und Schmalzbrot angeboten, die bei den zahlreichen Besucher großen Anklang fanden. Auch der selbst gebastelte Weihnachtsschmuck, wie Girlanden oder Christbaumdekoration, fand viel Beachtung bei den zahlreichen Gästen, die nicht nur aus der Umgebung von Breuberg den Weg in den Odenwald fanden. Auch Besucher aus Darmstadt-Dieburg, Groß-Umstadt, Offenbach oder Frankfurt nutzten den Adventsmarkt zur Besichtigung des adventsmarkt hz 1 2012 007Seniorenheims. Ein Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt des ortsansässigen Gesangvereins „Sangeslust“ der mit seinem gemischten Chor ein Stelldichein mit weihnachtlichen Liedern gab. Der Nikolaus fand mit Geschenken, zur Freude von Groß und Klein den Weg in die Seniorenresidenz. Bei Kaffee und Kuchen gab es noch ein gemütliches Beisammensein, bei dem die Kleinen auch noch eifrig Gedichte vortrugen. Nach dem großen Interesse der Senioren und Angehörigen und dem guten Gelingen, wird es auch im nächsten Jahr wieder einen Adventsmarkt geben. Allen Mitarbeitern, die so eifrig für den erfolgreichen Nachmittag beigetragen haben, sowie dem Nikolaus, dankt die Familie Scheuermann.

 

Oh! Du gemütliche Adventszeit, golden leuchten Lichter in der Ferne weit. Der Schnee rieselt still und sanft und wieder hört man nichts… und dann Glockengeläut.

Von Gertrud Pilengráu

 

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