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Archiv der Seniorenzeitungen
Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Oktober 2002      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Die Geschichte der Altenpflege
       
Frau Müller und ihr ChauffeurHerbstgruss

Spätlese 2/2002

Spätlese 1/2003

Vorwort

Von Roland Scheuermann

vor

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Nein, meine Eltern schiebe ich nie in ein Altenheim ab. Diese oder ähnliche Sätze habe ich oft gehört. Doch seit 13 Jahren, in denen ich in der Altenpflege arbeite, denke ich ganz anders darüber. Keiner sollte sich ein schnelles Urteil über Menschen erlauben die Ihre Angehörigen in einem Heim unterbringen. Kaum jemand, der noch nie rund um die Uhr mit einer verwirrten oder pflegebedürftigen Person gearbeitet hat, kann das Ausmaß der Belastung erahnen, die eine solche Aufgabe mit sich bringt. Es erfordert Selbstaufgabe, die Familie muß zurückstecken, was zu unausweichlichen Konflikten führt, Urlaube und Freizeiten sind kaum möglich. Oft sind die Kinder selbst krank oder in einem Alter, dass sie solch eine Belastung nicht ertragen können. Gerne vergleichen wir die alten Zeiten der Großfamilie mit heute, doch wir vergessen schnell, dass die Menschen, auch bedingt durch unsere moderne Medizin, viel älter werden als noch vor 30 oder 40 Jahren. Es kommt heute immer häufiger vor, dass betagte Familienangehörige über längere Zeit bettlägerig werden oder erheblich verwirrt sind. Es liegt dann nur an uns, diesen Menschen mit Würde zu begegnen und auch in Würde sterben zu lassen. Das kann zuhause geschehen, aber auch bei uns. Das Hauptanliegen sollte sein, dass der alte Mensch zufrieden ist und dass wir ihn nicht vergessen, denn eine ganze Lebensgeschichte steckt in Ihm und sie könnte auch unsere werden.

Bibelworte

Von Wilhelm Lautenschläger

Die Güte des Herrn aber ist von Ewigkeit zu Ewigkeit über die,
die Ihn fürchten!

Du hältst meine Zeit in Händen ; das macht mich des Weges gewiss ;
Der durch Dich im Licht muss enden; Sieger über Finsternis.
Welch ein Trost in jeder Wende: du hältst meine kleine Zeit;
Herr lass deine Segenshände füllen sie mit Ewigkeit !

Eine Geschichte von einem Geistlichen und einem Esel

es26042017001Tief im amerikanischen Süden sah ein Sheriff einen Geistlichen durch die verstaubte und glühende heiße Landschaft reiten. Der Sheriff wollte den Geistlichen demütigen und so sagte er als der Pfarrer an ihm vorbeiritt: „Ei sieh mal einer an ! Ein Geistlicher auf einem Pferd ! Wenn ihr dem Beispiel eures Herrn folgen würdet, dann müsstet ihr Euch mit einem Esel zufrieden geben.“ „Das ist schon wahr“, meinte der Geistliche lächelnd, „doch es wurden so viele Esel zum Sheriff ernannt, dass ein
redlicher Pfarrer keinen mehr finden konnte.“

 

Serie - Die Geschichte der Altenpflege

Allgemeine Einführung

hz3022017022 (2)Es gab und gibt Völker, die ihre alten Menschen nicht geachtet, sondern um des Gesamtfortkommens des Stammes willen getötet oder ausgesetzt haben. Im Großen und Ganzen sind aber fast alle früheren Kulturen so gewesen, dass sie für ihre älteren Menschen gesorgt und diese bis zum Tode gepflegt haben. Nur war wohl die Altenfrage nicht in dem Umfang gegeben wie heute, denn bei der damals großen Säuglings- und Kindersterblichkeit haben nicht so viele Menschen ein höheres Alter erreicht. Auf die Gesamtbevölkerung berechnet, dürfte der Anteil der über 60-jährigen bis in das Mittelalter hinein unter 1% gelegen haben. 1958 waren es in der Bundesrepublik ca. 10%, heute sind es ca. 15%. Es war in früheren Zeiten kaum üblich, sich im Alter zur Ruhe zu setzen. Prinzipiell arbeitete man bis zu seinem Tod. Es traten Alterskrankheiten auf, gegen die man kaum etwas unternehmen konnte. Man nahm dies als Schicksal hin und starb verhältnismässig rasch. Früher bestand fast überall die Großfamilie, in der mehrere Generationen unter einem Dach zusammen lebten. Sie bildeten meistens eine Arbeitseinheit, nicht nur in der hz3022017022 (4)Landwirtschaft, sondern auch im Handwerk. Wegen der niedrigen Einkommen wurde jede Arbeitskraft benötigt, Kinder wie Greise. Noch 1939 kamen in Deutschland auf 1000 Erwerbstätige 106 Rentner - 1975 rechnete man bereits mit 300. Daraus resultiert, daß früher nur ein kleiner Kreis übrig blieb, der für eine öffentliche Altenhilfe, sei es in offener oder geschlossener Form, in Betracht kam. Es waren völlig alleinstehende Menschen, die unverehelicht waren oder auch völlig verarmt. Dieser Kreis von Alten, Kranken, Schwachen,
Fremden und Alleinstehenden war es, dem sich die allgemeine Fürsorge zuwenden musste, ohne dass dabei die einzelnen Kategorien streng unterteilt wurden. Diese Zusammenfassung blieb bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts bestehen und erst seit dieser Zeit setzte die Differenzierung ein. Bei den ersten Christen finden wir " Jungfrauen, Witwen, Diakone, " die sich ganz dem Dienst am Nächsten widmen. Es handelt sich wohl um Hauspflege und " Besorgung der Tische” ( Armenhilfe, Speisungen ). Vorläufer unserer heutigen Altenheime waren die sogenannten Xenodochien d. h. Beherbergung für Fremde ( Xenos = griech. Wort, “der Fremde” ), die etwa seit dem Jahr 300 im frühchristlichen Reich entstanden. Sie nahmen Kranke, Pilger, Alte, Sieche, Weisen und Findelkinder auf. Das berühmteste dieser Häuser wurde von Bischof Basilius dem Großen ( 325 - 379 ) in Kleinasien gegründet. Eigentlich war es eine kleine Stadt mit mehreren Häusern um die Kirche gruppiert, Dabei eigene Unterkünfte für Ärzte und Pfleger.

Quelle: www./home.ncikcitv.de

Geburtstagskinder

Obwohl Jenny und Wolfgang Scheuermann nicht anwesend waren, gab es eine spontane Feier für die Geburtstagskinder. Herr Oskar Klug war von Mömlingen angereist und hatte den ganzen Samstag Nachmittag lustige Volkslieder auf seiner Orgel gespielt und dazu gesungen. Frau Diehm und Herr Sahm tanzten sogar zu Oskars Laudatien. Es war ein sehr schöner Nachmittag.

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Frau Diehm mit Schwester Katja und Schwester Maria mit Herrn Sahm beim Geburtstagstanz

Sommerausflug

hz3022017022 (6)Ein großer Ausflug erwartete die Senioren am 22. August Und das Ziel hieß Neunkirchener Höhe im Odenwald. Es ging vorbei an herrlichen Landschaften, alten Bauernhäusern und grünen Wäldern. So mancher erkannte mal hier oder mal da Stellen seiner Jugend. Rast machten wir dann im Wirtshaus „Höhenhaus Odenwald,“ bei gemütlichem Zusammensein gab es dann Kaffee und Kuchen aus eigener Herstellung. Anschließend ging es wieder zurück durch das schöne Modautal, nach Hainstadt. An dieser Stelle bedanken wir uns bei der Firma Wissmüller für die herrliche Fahrt.

 

Frau Müller und ihr Chauffeur

Frau Elfriede Müller und Herr Dieter Greul kennen sich bereits sehr gut.
Durch eine schwere Sehschwäche muß Frau Müller öfters zum Augenarzt
nach Dieburg, dann schickt das Fuhrunternehmen Ramsauer Dieter Greul
mit dem Taxi vorbei.

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Herr Greul und Frau Müller
im Foyer des Landhauses

100 Jahre alt

Die älteste Frau in Hessen

hz30208022017005 109 Jahre alt ist Irene Mergelsberg im September 2002 geworden. Seit 197 lebt die älteste Bürgerin Hessens in einem Altenheim in Kronberg im Taunus.Die noch rege Jubilarin leistet sich sogar ein kleines Laster: drei Zigaretten am Tag. Irene Mergelsberg wurde 1893 in Rüsselsheim geboren, später lebte sie in Frankfurt. Bis ins hohe Alter von 96 Jahren war sie begeisterte Hobby Malerin. Die älteste Einwohnerin Deutschlands wird nach Angaben des Bundesverwaltungsamtes 113 Jahre alt und lebt in Westfalen.

 

Herbstgruß

Genieße die schönen Tage,

die der Herbst uns noch schenkt.

Dank von Herzen dem Schöpfer,

der alles so lenkt.

Die Felder sind abgeerntet,

kahl geworden ist die Flur.

Jetzt ist ein Spaziergang passend

Durch die herbstlich schöne Natur.

Bald ist auch der Herbst zu Ende,

dann geht es auf den Winter zu.

Auch der hat viele Freunde.

Die Erde, die Natur bekommen jetzt

ihre wohlverdiente Ruh !

 

Karl Friedrich

 

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