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Seniorenresidenz
Landhaus am Weinberg

Seniorenzeitung Osterausgabe 2009          2/3

Themen: Das Telefon . Elsenfelder Geschichten . Ehrungen . Schöne
Weihnachtszeit
. Traditionelle Fassnacht . Die Odenwäder Weininsel

Spätlese 3/2008

Spätlese 2/2009

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Entdeckungen der Menschheit

Das Telefon

Heute ist das Telefon ein Gebrauchsgegenstand wie jeder andere und doch hat er den Erfindern von damals so manch schaflose Stunde beschert. Einen alleinigen Erfinder gibt es eigentlich nicht, doch der erste, der Schallwellen Elektronisch weiterleitete war Phillipp Reis aus dem Hessischen Gelnhausen. Das Prinzip ist relativ einfach. Beim sprechen in eine Membran (ähnlich die eines Lautsprechers), die an das Stromnetz angeschlossen ist, werden elektrische Impulse zu einem Lautsprecher weitergeleitet. Dieser wiederum gibt die gesprochene Sprache wieder.Am 26. Oktober 1861 führte Phillipp Reis den Fernsprecher zahlreichen Mitgliedern des Physikalischen Vereins, und damit zum ersten Mal öffentlich vor. Reis starb leider schon im Alter von vierzig Jahren und so konnte er seine Erfindung nicht vollenden. Als eigentlicher Entwickler des Telefons gilt Alexander Graham Bell. Bell erkannte schon bald, dass zur Übertragung von Sprache eine stetige Stromänderung notwendig war. Durch Zufall entdeckte er am 2. Juni 1875 die notwendigen Zusammenhänge um ein elektrisches Sprechtelefon zu bauen. Zusammen mit seinem Assistenten Watson machte er sich an die Arbeit.
Das Grundprinzip ihrer Konstruktion war die Umwandlung von Membran- in elektrische Schwingungen. Im Gegensatz zu der Reis`schen Erfindung unterbrach Bell den Stromfluss nicht, sondern ließ ihn im Rhythmus der Schallwellen schwingen.Zwischen Bell und dem Western Union Entwickler Elisha Gray entbrannte zu seiner Zeit ein Wettstreit um die Erfindung des Telefons, doch Bell konnte durch einen glücklichen Zufall den Wettstreit für sich entscheiden in dem er seinen Patentantrag eine Stunde früher einreichte.Als Bell 1922 starb waren in den USA schon 14.374.000 Haushalte an das Telefonnetz angeschlossen. Die rasante Verbreitung des Sprachübermittlungsapparates spricht für sich. Heute wäre ein Leben ohne Telefon unvorstellbar.

Quelle: wasistwas.de

Elsenfelder Geschichten

Beitrag von Aloisia Bender

Verbotener Schmuggeltausch
Während des 1. Weltkriegs verabredete der Fuhrunternehmer Josef Reichert einen Tausch von Getreide gegen gehobelte Bretter und Leisten von der bekannten Firma Geiger in Aschaffenburg. Vor Tagesanbruch wurde der Sohn Lothar Reichert mit Pferdegespann und Ladung Richtung Aschaffenburg geschickt. Die verbotene Ladung wollte ein Gendarm zwischen Kleinwallstadt und Sulzbach kontrollieren und mahnte zum Anhalten. Lothar gab dem Gespann einen kräftigen Peitschehieb über den Rücken und ab ging’s. Der Gendarm wollte von hinten aufspringen, was ihm nicht gelang. Er ließ sich mitschleppen, bis ihm die Stiefelsohlen teilweise weg hingen. Nach der Anzeige war eine Verhandlung angesetzt. Der Übeltäter war zu zaghaft, sich zu verteidigen. Er bat seine Schwägerin Veronika, für ihn einzustehen und gab ihr 100 Mark zum Niederschlag der Verhandlung. Veronika stelle ihren Schwager als etwas ungeschickt hin, als Sturkopf und ähnliches und ihre Redegewandtheit hat gesiegt.

Wehrverweigerung
Mein Onkel Dominikus Reichert war 20 Jahre alt, als er bei der Musterung zur Ers. Res. 1 eingezogen wurde. Seine Meldung am Wehramt stand an. Er hatte unsagbare Angst und sagte: „Mutter, wenn ich einrücke, komme ich nicht mehr“. Meine Mutter Veronika Reichert, seine Schwägerin, versteckte ihn mehrere Tage, was gefährlich war, wenn die Feldjäger einen Verweigerer aufspüren. Dominikus meldete sich zum Kampfeinsatz und fiel nach einem Jahr für sein Vaterland in Frankreich. Er war 23 Jahre alt.

Der Wilddieb
Nach dem 1. Weltkrieg erjagte unser Nachbar, Johann Adam Hannorem genannt – ein Stück Hochwild. Er wurde gesehen, verraten und angezeigt. Die Gendarmerie durchsuchte bei ihm Haus und Hof mehrmals. Als seine Frau Mariechen scharf vernommen wurde, verriet sie das Versteck des erlegten Wildes. Es ist unter dem Misthaufen vergraben, gestand sie ein. Ihr Mann wurde für 4 Jahre, wie man sagte, hinter schwedischen Gardinen gesetzt. Hannorem trennte sich von seiner Frau, weil sie ihn verraten hatte. Sie ging wieder heim zu ihren Eltern und er bleib im Elternhaus. Es war der Sohn vom Bürgermeister Josef Zengel. Ein Neffe von ihm hatte auch die Wilderei im Blut. Auch er erleget einmal ein Stück Hochwild, wurde verraten und verknackt zu einer Strafe von 2 Jahren. Er war Heimschneider, hatte 4 Kinder zu ernähren und seine Frau hatte eine harte Zeit, um die Familie durch zu bringen. Das alles trug sich etwa in den Jahren 1940/41 zu.

Ehrungen für die Treue

Das Landhaus ehrt seine treuen Mitarbeiter

Den Fassnachtssamstag nahmen wir zur Gelegenheit verdiente Mitarbeiter des Hauses für Ihre Treue und Engagement zu ehren. Sie sind bereits viele Jahre im Landhaus und haben so viele Veränderung miterlebt. Ohne Ihren Einsatz, Bewohner- und Angehörigenengagement wäre ein erfolgreiche Altenarbeit nicht möglich.

Schwester Sylvia wurde geehrt für Ihre
Hervorragende Organisation und ihre
gute Angehörigenarbeit

Elke Seifert wurde geehrt für 10 Jahre
Treue im Landhaus. Tätig im
administrativen Bereich

Schwester Elli (links) wurde geehrt
für 15 Jahre Treue in Pflege und
Betreuung hilfsbedürftiger Menschen

Schwester Ursula (Mitte) wurde für
14 Jahre Treue und für Ihr Engagement
in Pflege und Betreuung geehrt

Schwester Katja wurde geehrt für
10 Jahre Treue für Betreuung
im Landhaus am Weinberg

Schwester Manuela wurde geehrt
für Ihre 6 jährige Treue im
Landhaus am Weinberg

Oh, Du schöne Weihnachtszeit

Die besinnlichste Zeit des Jahres

Was war das wieder eine schöne Adventszeit bei uns in Hainstadt, in der Seniorenresidenz Landhaus am Weinberg. Im Advent kamen die Kindergarten Kinder vom Spatzenland zweimal, um mit den Bewohner zu singen, Gedichte auf zu sagen oder sich gemeinsam mit den Bewohnern zu freuen. Kinder sind für die Senioren wie ein Lebenselixier. Sie erfreuen mit ihrer Unbekümmertheit und erinnern an die eigene Kindheit. Erinnerungen sind eine der wichtigsten Freuden im Alter.
Einen musikalischen Genuss hat uns die Musikschule Odenwald beschert. Wir waren in der Cafeteria des Hauses zusammen gekommen, um den weihnachtlichen Klarinettenklängen der jungen Musiker zu lauschen und wurden reichlich belohnt.
Am dritten Advent hatten wir den Adventsmarkt direkt vor unserer Haustüre, mit Ständen vor dem Haus und im Foyerbereich. Es gab Gebasteltes von den Senioren und Hausspezialitäten, wie selbst gemachten Kochkäse oder Marmelade. Am Stand für Thüringer Bratwürste und frisch zubreiteten Waffeln waren die meisten Besucher häufiger zu finden. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit zur Besichtigung des Hauses.
Am Nachmittag kam dann der Nikolaus und brachte für alle Geschenke mit. Besinnlich wurde es bei der Heiligabendfeier am 24. Dezember. Jedes Jahr an Heilig Abend kommen die Konfirmanden aus Hainstadt, um im Christkindkostüm mit den Senioren Lieder zu singen, Gedichte vorzutragen und danach Geschenke zu verteilen. Das Christkind war in diesem Jahr wieder besonders hübsch und beschenkte uns nicht nur mit Geschenken sondern auch mit Herzlichkeit und Freude.
Die besinnliche Adventszeit hilft der älteren Generation über die triste Winterzeit hinweg. Gerade das unbekümmerte Lächeln der Kindergartenkinder bringt sehr viel Wärme in unsere Herzen und Erinnerungen an vergangene Tage unserer Kindheit, die uns wieder glücklich machen.

Traditionelle Fassnacht

Mitarbeiter feiern in Bruchschlag

Wie auch im letzten Jahr waren die Mitarbeiterinnen unseres Hauses auf der Faschingssitzung im Hessischen Bruchschlag. Die Einladung kam von Frau Kurowski, die Ihre Mutter, Frau Anna Hartung 11 Jahre im Landhaus zur Betreuung hatte und die im Alter von 100 Jahren gestorben war. Bei der lustigen Fasnachtssitzung am Abend ist nur das weibliche Geschlecht eingeladen. Männer sind nur Zaungäste. Das alljährliche Vergnügen ist eine gelungene Abwechslung für das Pflegeteam.
Frau Kurowski reservierte bereits Wochen vor der Veranstaltung die Karten.

Rolis Heimatseite

Groß-Umstadt, die Odenwäder Weininsel

Die Odenwälder Weininsel Groß-Umstadt ist kein sehr großes Weinanbaugebiet, dafür ist der Wein durch seinen herben Charakter sehr beliebt unter Kennern. In den vielen gemütlichen Gastschänken der Stadt können sie den Wein zu gutem bürgerlichen Essen genießen und im Genossenschaftsverkauf gibt es viele tolle Geschenkideen natürlich rund um den Weinanbau. Wer gerne zu Fuss ist, der fühlt sich richtig wohl bei einem Spaziergang durch die Weinberge. Der neu gestaltete Weinlehrpfad in der Lage „Herrnberg“ und der Geopfad in der Lage „Stachelberg“ informieren ausführlich über Weinsorten , den Umstädter Weinanbau und die geologischen Voraussetzungen. Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Historische Altstadt mit seinem Renaissance Rathaus aus dem Siebzehnten Jahrhundert oder den schönen Fachwerkgebäuden in seiner Umgebung. Im Kulturamt der Stadt können sie sich zur Stadtbesichtigung oder zur Weinprobe anmelden. geschulte Mitarbeiter geben ihnen einen Einblick in die Stadtgeschichte oder schenken ihnen einen guten Tropfen Odenwälder Wein aus. Beim Feiern sind die Groß-Umstädter auch ganz groß, denn einmal im Jahr gibt es das über die Stadtgrenzen hinaus beliebte Weinfest, bei dem sich alle Generationen gerne treffen. Neben den Winzerfest ist auch das Altstadtfest im Sommer eine beliebte Veranstaltung. Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Maislabyrinth auf dem Münchhof. Einmal im Jahr können Groß und Klein für einen kleinen Unkostenbeitrag ihre Geschicklichkeit im Mais-Irrgarten versuchen und nicht nur das Labyrinth ist ein Anziehungspunkt des Gutshofs, auch die hauseigenen Produkte, die am Wegesrand verkauft werden.

www.das-maislabyrinth.de
www.owg-umstadt.de
www.umstaedter-wein.de

Termine: Winzerfest 18. – 22. September 2009, Bauernmarkt 12. – 13. September

Adresse Winzergenossenschaft: Riegelgartenweg 1, 64823 Groß-Umstadt Tel: 06078-2349

 

Quelle: Wikipedia, Internet

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