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Aktuelle Ausgabe der Seniorenzeitung
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Archiv der Seniorenzeitungen
Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Sommer 2016      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Jesus wartet auf Dich . Der Hirschkäfer
              
Musikschule . Günter Strack

Spätlese 1/2016

Spätlese 3/2016

Vorwort

Eine neue Rubrik

Von Roland Scheuermann

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Im Vergleich zu heute war das deutsche Kino früher richtig groß. Mit Filmen, wie Metropolis und Nosferatu setzte es, noch vor dem Krieg, Meilensteine der Filmgeschichte. In Zeiten, die voller Entbehrungen war und es noch kein Fernsehen gab, waren Schauspieler wie Zarah Leander oder Hans Albers Vorbilder und Helden zugleich. Es war die Flucht in eine bessere und schönere Welt und alle Sorgen waren auf einmal vergessen.
Durch meine Großmutter, die damals schon ein filminteressiert war, wurde ich mit geprägt. Auf einem alten Röhren Fernsehgerät (s/w) mit zwei Programmen, sah ich Klassiker wie Sissi, die in Gestalt von Romy Schneider, zur Kaiserin gekrönt wurde oder Heinz Rühmann, der als Heinz Pfeiffer in der Feuerzangenbowle, noch einmal die Schulbank drücken durfte.
Das Kino war in dieser Zeit etwas ganz besonders und keine Massenware wie heute. Die Menschen gingen nicht immer wegen des Filmes ins Kino, sondern wegen des Schauspielers.
Die Schauspieler, die uns im Kino, aber auch teilweise durch das Fernsehen geprägt haben, möchte ich zukünftig in einer eigenen Rubrik, "Heimat-Schauspieler", in Erinnerung rufen.
Den Anfang machen, möchte ich mit dem in Michelstadt und Darmstadt aufgewachsenen Mimen "Günter Strack". Zu Strack habe ich ein besonderes Verhältnis. Da mich das Thema Film auch als Jugendlicher interessiert hat, besuchte ich im Jahre 1985 verschiedene Drehorte der Serie "Hessische Geschichten". In Steinbach, am Schloss Fürstenau hatte ich die Gelegenheit mit dem Schauspieler zu sprechen. Es war wohl nur etwas belangloses, aber diese Begegnung habe ich bis heute nicht vergessen. Strack hatte für jeden ein offenes Ohr und trotz Popularität, war er immer ein Hesse mit Heimat-verbundenheit geblieben.
An dieser Stelle möchte ich ihnen die Internetseite von Ellen Poppel ans Herz legen: 
www.GuenterStrack.de - Die Webseite beschäftigt sich intensiv mit dem Menschen und Schauspieler Günter Strack.

 

Bibelworte

Jesus wartet auf Dich

Wie jeden Morgen klingelt mein Wecker. Genervt drücke ich auf die Schlummerfunktionstaste, nachdem  es ca. 10-mal so ging, schaue ich auf die Uhrzeit. Oh Schreck schon sieben Uhr; um viertel nach sieben fährt der Bus. Schnell, nun aber hurtig. Auf dem kurzen Weg zur Arbeit denke ich: „Eigentlich wollte ich ja noch meine Stille Zeit machen! Na ja später dann!“
Gerade noch pünktlich stehe ich an meinen Arbeitsplatz, in der Küche. Mit einem schnellen Blick  auf den Dienstplan sehe ich, welche Kollegen und Köche da sind. „O nein, nicht schon wieder, diese blöde Gans ist auch wieder da. Wie jeden Tag kommt die schon wieder zu spät, immer das gleiche. Gestern  da lachte die blöde Kuh mich doch tatsächlich aus! Wie kann ich mich heute nur rächen? Eine Köchin machte mit einer Kollegin einen Scherz: „Friere doch mal heißes Wasser ein." Die Kollegin geht zum Waschbecken und fülltjes25062016001 heißes Wasser in die Eimer, vorsichtig bringt sie die Eimer runter in das Gefrierhaus. Laut lache ich raus und pruste: „Mei ist die doof“. Ein Koch rügt mich, dass ich die Kollegin ausgelacht habe. Ärgerlich denke ich „Ach sei ruhig, die blöde Kuh hat es doch gar nicht anders verdient, wie oft hat die mich schon geärgert." In der Pause fragt mich eine Kollegin nach den Glauben, und was man tun muss, damit man zur Gott gehören kann. Stolz fange ich an zu erzählen, das weiß ich ganz genau, denn schließlich bin ich schon vor drei Jahren Christ geworden. Nach dem anstrengenden Dienst, endlich Feierabend. Von weiten höre ich schon mein Handy klingeln, ach ja noch zwei Termine, nun aber schnell. Endlich nun ist alles geschafft. Müde stelle ich die Glotze an, lasse mich aufs Bett fallen und schaue die Talkshow „Mei, die sind ja voll bescheuert." Plötzlich, es klopft an meiner Tür. Genervt rufe ich: „Ja was ist denn los, hat man denn nie seine Ruhe?“ Langsam  sehr langsam geht die Tür auf ein Mann kommt rein. Woher kenne ich den bloß? Jetzt, jetzt habe ich es, mein Gott das ist ja Jesus. Ich werde total nervös, aber freuen tue ich mich natürlich auch. „Schön Jesus, dass Du mich mal besuchst, aber ich dachte Du kommst nur zu Sündern, Sünder die jemanden zum Beispiel umbringen. Aber ich bin doch Christ ich glaube an Dich und mache nichts Böses.“
Mich trifft ein Blick, dieser Blick, er trifft mitten in mein Herz. Böse Gedanken sehe ich,  lautes gehässiges Lachen höre ich, auch nicht eine Sekunde am Tag war Jesus zu sehen, nach der Meinung wurde Jesus ebenfalls nicht gefragt.
Scheu ganz scheu werfe ich Jesus ein Blick zu und fange an zu weinen. Lange Zeit sitze ich heulend da. Liebevoll nahm Jesus mich in den Arm.

So oder ähnlich sieht es aus wenn Jesus heutzutage kommt.

Ursel Mohr

Quelle: http://www.christliche-autoren.de

 

Aus unserer Nähe

Heimische Tierwelt: Der Hirschkäfer

hk08062016001Fast wäre ich an einem Morgen im Mai auf einen Käfer getreten. Nein, es war kein Maikäfer, sondern ein Hirschkäfermän- nchen. Er hat sich wohl vom angrenzenden Wald zu uns verflogen. Hirschkäfer schwärmen an lauen Abenden zwischen Ende Mai und Ende Juli, vor allem in Eichenwäldern. Die Männchen sind nun auf Partnersuche und liefern sich mit ihren Rivalen heftige Kämpfe. Dabei halten sie sich gegenseitig mit ihren kräftigen, drei Zentimeter langen Oberkiefern fest und versuchen, den Gegner vom Ast zu schubsen. Wem das gelingt, der darf sich mit einem Weibchen paaren.
Nach der Paarung legen die Weibchen die Eier unterirdisch, an morschen Wurzeln ab. Aus den Eiern entwickeln sich die Larven, die unter der Erde leben und sich von feuchtem, pilzhaltigem Holz ernähren. Erst nach fünf Jahren verpuppen sich die Larven und werden zum Hirschkäfer, der dann im nächsten Frühjahr aus der Erde hervor gekrabbelt hk08062016003kommt. Hier lebt er nur wenige Wochen - bis er sich erfolgreich gepaart hat. Er ist der Riese unter unseren heimischen Käfern und im Jahre 2012 wurde er zum "Insekt des Jahres" gewählt. Wir haben den kleinen Freund in den angrenzenden Wald gebracht, hier kann er sich ein Weibchen suchen. Möglicherweise hat er sich deswegen auch verflogen.

Der Hirschkäfer

Quelle: Wikipedia

 

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Musikschule Odenwald

Lädt ein zum Sonntagskonzert

MIlW0406003Gerne freuen wir uns über musikalische Darbietungen im Haus. So haben sich im Frühjahr Musiker aus der "Musikschule Odenwald" in der Cafeteria des Hauses eingefunden, um gemeinsam den Jahresanfang mit den Senioren musikalisch zu begrüßen. Die Musikschule Odenwald ist eine öffentliche Bildungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit ihren zahlreichen Schülerinnen und Schüler beeinflusst sie das musikalische Leben im Odenwald erheblich. Einen besonderen Schwerpunkt stellen die Ensemblearbeit, sowie die Kooperationsprojekte mit allgemein bildenden Schulen dar.
Darüber hinaus bildet die Musikschule von der musikalischen Früherziehung, bis hin zur Instrumental- und Vokalausbildung, den Nachwuchs  aus und bereitet entsprechend begabte Schülerinnen und Schüler auf ein Musikstudium vor.
MIlW0406005Die drei Künstler und Künstlerin, zwei Männer und eine Frau, waren mit Akkordeon und Panflöte aufgetreten und haben bekannte Lieder vorgetragen. Die Senioren hatten dabei auch die Möglichkeit, Liederwünsche zu äußern und so gab es
ein musikalisches Wiedersehen für die Bewohner, denn gerade in den Jungendjahren war es üblich bei Feiern, dass ein Freund oder Bekannter ein Akkordeon mit-brachte und gemeinsam gesungen wurde. Das Gemeinschaftsgefühl war durch das gemeinschaftliche Singen sehr groß. Wir bedanken uns bei der Musikschule Odenwald und weisen noch auf ein aktuelles Musical der Schule hin, im Novemer 2016 "Die drei Raben" - Weitere Informationen unter: www.musikschule-odenwald.de

Musikschule Odenwald

Quelle: www.musikschule-odenwald.de

 

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Frühlingsfest

Frühling, schlemmen, Feiern

ffilaw04062016002Gemeinsam mit Senioren, deren Angehörigen und Besuchern, fand in diesem Jahr unser Frühlingsfest statt. Da es draußen, Anfang des Jahres noch nass, kalt und sehr wechselhaft war, hofften wir, die Festlichkeiten im Garten abhalten zu können und der Wettergott hatte tatsächlich ein Einsehen mit uns. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis 24°C, konnten wir den Tag gemeinsam im Grünen verbringen. Auf unsere Einladung hin, kommen auch immer wieder Bekannte und langjährige Freunde des Hauses, so wie Familie Denninger, Familie Hartmann aus dem Beerfelder Land und Familie Schickedanz aus dem Rhein-Main Gebiet. Als Vertreter des Landhauses, begrüßte ffilaw04062016003Geschäftsführer Roland Scheuermann die Gäste und bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen, sowie bei allen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Im Anschluss sprach noch Frau Sylvia Panse, unsere Beschäftigung, die als Moderatorin durch den Nachmittag führte, ein paar Worte an die Senioren und eröffnete zu guter letzt das reichlichhaltige Kuchenbuffet. Hier konnten die Gäste zwischen Rührkuchen, Obstboden oder saisonaler Tortengarnitur wählen. Am Eingang hatte jeder die Möglichkeit, einen Gesundheitscheck durchführen zu lassen. Frau Dilek Ongun, bewaffnet mit ffilaw04062016001Blutdruckmanschette und Blutzuckergerät, hat den Senioren und Gästen auf Wunsch die Vitalwerte gemessen, und wie es im Frühling nicht anders sein konnte waren alle Werte im normalen Bereich.
Für Musik war Heinz Bondes zuständig. Hobbymusiker aus dem schönen Sensbachtal. Er führte die Festgemeinschaft gekonnt durch die musikalischen Schönheiten des Schlagers und der Volksmusik. Viel Zustimmung und großer Applaus waren ihm sicher. Auf der angrenzen Streuobstwiese, wo sich ein Spielplatz und ein Trampolin befindet, konnten sich die Kinder nach Herzenslust austoben. Kinder sind für die Senioren sehr wichtig und aus diesem Grund haben wir viele Spielmöglichkeiten für die kleinen Gäste ffilaw04062016007geschaffen, was auch gerne angenommen wird und das nicht nur bei Festlichkeiten.
Es war für alle ein lustiger und schöner Nachmittag. An dieser Stelle nochmals einen Dank an alle Mitarbeiter und freiwilligen Helfer und ganz besonders an Familie Panse, ohne die ein solch schöner Nachmittag wohl nicht möglich gewesen wäre.
Der Reinerlös des Nachmittags kommt einer gemeinnützigen Organisation zu Gute.

 

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Heimat-Schauspieler

Unvergessen - Günter Strack

gs16102015005Günter Strack wurde als Mittlerer von drei Söhnen, am Dienstag, den 4.Juni 1929 in Darmstadt geboren. Seine Eltern waren der Landwirtschaftsrat Friedrich Strack und seine Frau Dorothea. Schon wenige Tage nach Günters Geburt zog die Familie nach Michelstadt in den Odenwald und kam erst nach 8 Jahren zurück nach Darmstadt. Wahrscheinlich bezog man damals bereits ein Haus im Darmstädter Stadtteil Bessungen. Viele Jahre später, nach dem Tod seiner Mutter Dorothea, bewohnte Günter mit seiner Frau Lore das Haus einige Zeit selbst, da er von Darmstadt schneller zu den umliegenden Drehorten kam. 
Schon im Alter von sieben Jahren begann Günters Begeisterung für das Theater. Er besuchte damals, zur Weihnachtszeit mit seinen Eltern, ein Märchenstück für Kinder, welches ihn so faszinierte, dass er sich nur noch den Beruf des Schauspielers als Traumberuf gs16102015001vorstellen konnte. Mit dreizehn Jahren gab es dann kein Halten mehr und er meldete sich als Statist am Landestheater Darmstadt. Seine erste Rolle hatte er in der Oper Troubadour. Nach dem Krieg, 1947 ging er nach Stuttgart an die "Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst", wo er in einem zweijährigen Studium alle Fertigkeiten für seine zukünftige Arbeit erlernte.Im Jahre 1953 ging Günter Strack an das Staatstheater in Wiesbaden, wo er später seine Frau Lore kennenlernte. Im Jahre 1958 heiratete er seine Frau Lore und im gleichen Jahr hatte er seinen ersten Fernsehauftritt im hessischen Rundfunk. Er spielte eine Rolle im Datterich, zusammen mit Josef Offenbach. Günter, der für seine Rollen als junger Liebhaber schon immer stark auf sein Gewicht achten musste, traf hier auf den Intendanten Kurt Ehrhardt, der ihn bei Seite nahm und ihm sagte, dass es auch für stattliche Männer gute Rollen gäbe und so wechselte Günter ins Fach der Charakterrollen. Neben dem Theater, verlieh Günter in seiner langen Laufbahn, mehr als zv060820150021000 Hörspielen seine Stimme. Auch das Fernsehen fand zunehmend Gefallen an dem jungen Mann und so spielte Günter in den frühen Tagen des Fernsehens bereits einige wichtige Rollen in verschiedenen Fernsehspielen. Das erste mal im Kino zu sehen, war er im Film "Das Wunder des Malachias" von Bernhard Wicki. Diesen Film sah ein paar Jahre später der Hollywood Regisseur Alfred Hitchcock, der zu dem Zeitpunkt nach einem blondgelockten, blauäugigen Deutschen suchte. Dieser sollte in seinem neuen Thriller einen Stasiagenten der DDR spielen. Günter gefiel ihm so gut, dass er noch während der Dreharbeiten zu "Robin wurde. Er war jetzt national und international bekannt und konnte sich seine Rollen großzügig aussuchen. In Erinnerung wird er uns bleiben als Rechtsanwalt Dr. Renz in der Serie "Ein Fall für zwei", oder als Volksschauspieler in Hessische Geschichten.

Günter Strack Fan-Webseite

Quelle: www.GuenterStrack.de

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