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Seniorenresidenz
Landhaus am Weinberg

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Seniorenzeitung Februar 2008

Die schöne Weihnachtszeit

Vom Adventsmarkt zum Heiligen Abend

Mit Freude denken wir an die vergangenen Adventstage zurück, die für unsere Senioren und deren Angehörige eine gleichermaßen schöne und freudige Zeit bescherte.

Angefangen hatte diese Zeit mit dem alljährigen hauseigenen Adventsmarkt, der mit Spezialitäten des Hauses aufwartete. Die zahlreichen Besucher konnten sich am selbstgebackenen Kuchenbuffet stärken und bekamen zu fortgeschrittener Stunde noch Besuch vom Nikolaus. Der Erlös wird wie in jedem Jahr einer Breuberger Einrichtung zu Gute Kommen.

Zwischen den Adventstagen stimmten weihnachtliche Klänge durch das Landhaus. Der Kindergarten Spatzenland aus Hainstadt gab ein gesangliches Stelldichein und die
Odenwälder Musikschule wartete mit einem Flötenkonzert in der Cafeteria des Hauses auf die Bewohner. Keiner wollte das liebliche Spektakel verpassen und auch Angehörige waren gekommen.

Der Höhepunkt aber war das Weihnachtsfest am Heiligen Abend. Mit Musik, Tanz und froher Laune wurde das Christkind empfangen, das die Bewohner reichlich beschenkte und so manch einem eine Freudenträne entweichen ließ. Bewohner und Angehörige schwärmten noch lange von diesem gelungenen Nachmittag des Frohsinns aber auch der Besinnung.

An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren lieben Spendern, Helfern und Mitarbeitern bedanken ohne die, diese schöne Weihnachtszeit nicht stattgefunden hätte. Ganz besonders möchten wir uns auch bei den Hainstädter Konfirmanten bedanken, die mit einem unvergesslichen Nachmittag beitrugen.

Seniorengeschichten

Dachbodengeflüster von Heidrun Gmälin

Seit Tagen hatte eine melancholische Stimmung sie in die Vergangenheit getragen und Gedanken an die Kindheit hervorgewühlt. Wie doch bloß die Zeit vergeht, dachte sie, und stieg eines Tages gedankenverloren die Treppen zum Dachboden hinauf. Sie schob den kleinen Riegel zur Seite und öffnete die Tür. Ihr Blick fiel sofort auf die Kiste unter der Dachschräge. Schnellen Schrittes lief sie darauf zu, hob mit Schwung den Deckel ab und schaute neugierig hinein.

Ihre geliebte Puppe „Ute“, im von der Oma selbstgenähten roten Kleid, lag gleich obenauf. Der seitlich eingedrückte Pappmaché Kopf kam zum Vorschein mit starren, blauen Augen, die für sie immer noch lebendig wirkten und daneben lag eingequetscht der abgetrennte Stoffarm. Die alt gewordene Marlene durchlebte berührende Momente. Kaum hörbar flüsterte sie:„Ich habe dich immer noch lieb!“, hob ihre Entdeckung heraus und besah sie sich erneut von allen Seiten.Sie hatte das Gefühl, daß das Püppchen sie verstand, so wie früher, als sie hinter dem alten Sofa Mutter und Kind spielten. Nochmals wühlte sie in der Kiste dabei entdeckte sie den bunten Kasper aus Blech, der früher auf dem Rad eine Schnur hatte entlang fahren können. In der unteren Ecke steckte der braune Bär mit nur einem Ohr. Das Andere war mit einem Heftpflaster beklebt, weil Struppi, ihr damaliger Hund, es voller Begeisterung abgerissen hatte. Die Glasaugen fehlten und aus einem Bein ragte Holzwolle hervor.
„Auch euch habe ich lieb!“, sagte sie leise vor sich hin. Es war ihr, als höre sie ihre Liebsten antworten. Wie damals als Kind.
Die Gedanken an frühere Zeiten überwältigten die alte Frau. Sie ging zur Seite, öffnete das Dachfenster, sah den wolkenverhangenen Himmel und fing an zu weinen.
In diesem Moment wurde ihr bewußt, wie lebendig doch Erinnerungen sein können und wandte sich erneut der Schatztruhe zu. Mit noch verschwommenen Augen durchwühlte sie den Rest und hielt plötzlich ein Buch in der Hand, ihr geliebtes erstes Schulbuch mit dem schönen Märchen „Sterntaler“. Sie klemmte es sich unter den Arm und spürte, als sie die Treppe wieder hinabstieg, ein befreiendes Gefühl in ihrem Herzen.


Messe im Landhaus

Pfarrer Thomas Geibel ließt den Bewohnern die Messe

Unter der Leitung von Pfarrer Thomas Geibel fand am 30. November ein evangelischer Gottesdienst im Andachtsraum des Landhauses am Weinberg statt. Verschiedene Bewohner und Angehörige

hatten sich eingefunden um dem Breuberger Geistlichen zu lauschen. Die Predigt kam sehr gut an, die Bewohner bedankten sich für die besinnlichen Minuten. Einige sprachen später noch davon. Die Bewohner dürfen sich freuen, die nächste Messe wird von
Pfarrer Geibel am 14. März 2008 gehalten.


Närrisches Treiben im Haus

... zur Faschingszeit

Die Narren waren in diesem Jahr auch im Landhaus am Weinberg. Am ersten Februar feierten die Bewohner des Hauses in der Cafeteria Fassnacht. Oskar Klug war der Musikalische Höhepunkt des Nachmittags. Mit seiner lustigen, beschwingt, fröhlichen Art konnte er so manchen einen Bewohner mitreisen.

Schwester Sylvia und Schwester Ewa moderierten und animierten den Nachmittag mit Tanz und Gesang.

 

Frau Plutke, Schwester Sylvia und Frau Neidig

Frau Brhel, Schwester Katja und Frau Leikheim

Frau Bähre mit Schwester Ewa


Der Junggesselle

Ein Beitrag von Dietrich Sabrowski

Ich hatte es satt, ewig als Junggeselle durch die Welt zu ziehen. Ich wollte heiraten, schon, damit ich nicht zeitlebens im Gasthaus zu essen brauchte. Leider fand ich keine Frau.
Da riet mir ein Freund: Kaufe dir doch ein Kochbuch, da kommst du billiger weg !
Ich ließ mich überreden und kaufte mir ein Kochbuch. Zuerst suchte ich mir natürlich mein Leibgericht: Bouletten. Da hieß es: man schneide 3 Tage alte Semmeln.
Ich ging also zum Bäcker und kaufte mir eine Menge alter Semmeln, einen ganzen Korb voll. Die Leute glaubten schon ich sei verrückt geworden. Dann schnitt ich eine Stunde, ich schnitt 2 Stunden, nach der dritten Stunde hatte ich es aufgegeben. Ich dachte mir: 3 Tage alte Semmeln schneiden, das ist unmöglich, man hält das ja kaum 3 Stunden aus.
Ich wollte daher etwas anderes kochen und blätterte weiter in meinem Kochbuch. Kartoffeln isst ja jeder vernünftige Mensch, Ja aber, was dazu ? Soße natürlich. Aber meinen sie, ich konnte das Wort Soße finden ? Sauce stand da.
Da dachte ich, das ist nicht schlimm sicherlich ein Druckfehler ! Jedenfalls stand da: Man schwitze 30 Gramm Mehl. Ich zog mir 2 Unterhosen an, 2 Paar Unterhemden, einen wollenen Pullover, band mir einen Wollschal um, setzte mir eine Pudelmütze auf und zog mir einen Pelzmantel an. Dann rannte ich im Haus treppauf, treppab. Beim 5. Mal hat man mich vor der Korridortür aufgeklaubt. Ich war klitschnass. Aber meinen sie vielleicht, aus mir wäre ein Gramm Mehl herausgeschwitzt. Da gab ich es auch mit der Sauce auf. Na dachte ich , brate dir ein Schnitzel, da kann dir nicht viel passieren, das ist ganz einfach.
Man wälze und klopfe es, hieß es da. Na, dachte ich, mit dem wälzen ist es gar nicht so schlimm. Du hast ja eine 4-Zimmer-Wohnung. Also wälzte ich mich mit dem Schnitzel durch die ganz Wohnung und ging dann in den Hof hinunter an die Klopfstange. Ach du liebe Zeit ! Was stand da auf dem Zettel ? Klopfzeit nur Freitag und Sonnabend, und heut war Donnerstag. Da war es halt mit dem Schnitzel auch nichts. Inzwischen war mir vor Hunger ganz schlecht.
Da fiel mir ein, du hast ja noch ein paar Eier, die kochst du dir.
Da war zu lesen, nachdem man die Eier gekocht hat, schrecke man sie ab. Ich legte also die gekochten Eier auf den Tisch fing mir ein Betttuch um und tanzte um den Tisch herum und rief dabei: Hu ! Hu ! Hu ! Aber meinen sie, die Eier wären erschrocken ?
Nun hatte ich es aber satt und suchte noch einmal nach einer Frau, wie sie auch aussah, die Hauptsache war, dass sie kochen konnte. Und da fand ich eine ....
Sie wog 2 Zentner, aber das tat gar nichts zur Sache. Ich wollte ihr dann auch eine Freude machen und ging mit ihr ins Kino, Als wir hinkamen, stand schon eine lange Schlage an der Kasse. Meine Frau stelle sich auch an, ich blieb etwas abseits stehen. Da hörte ich eine Stimme sagen: Programm 20 Pfennig ! Programm 20 Pfennig !  Oh weh, dachte ich, wenn schon ein Gramm 20 Pfennig kostet, was werden dann wohl 2 Zentner kosten ??????

Ich lief so schnell ich konnte davon und wurde wieder Junggeselle


Hospizbewegung Höchst im Odenwald

Kim Häuser als treibende Kraft

Für Begleitung auf dem letzten Weg sorgt seit einiger Zeit eine neu formierte Hospizgruppe der Sozialstation Höchst. Eine Schar von ehrenamtlichen Helfern und festangestellten Mitarbeiter stehen zur Verfügung, um den hilfebedürftigen Menschen den Abschied von ihren Angehörigen zu erleichtern. Nicht nur Sterbende bedürfen der Begleitung und seelischen Beistand, auch für deren Angehörigen ist die Hilfe wichtig, um mit der schwierigen Situation fertig zu werden.

Die treibende Kraft für diese
Hospiz-
bewegung
war Kim Häussler
(im Haus bekannt), Krankenschwester
der Sozialstation Höchst. Sie und andere
Krankenschwestern haben sich
weitergebildet um die ehrenamtlichen
Helfer an ihre Aufgabe heranzuführen.
Es bleibt nur zu hoffen, dass noch andere
Gemeinden im Odenwald dem Beispiel

folgen werden, vielleicht bald auch Breuberg?


Aus unserer Nähe

Die heimische Tierwelt - der Fischreiher

In den letzten Jahren hat die Population des Graureihers in unseren Breiten sichtlich zugenommen. Jede größere Wiese oder Sumpfgebiet an der Nähe der Mümling oder auch kleinerer Flüsse findet sich mindestens einen oder sogar mehrere Fischreiher ( Auch Graureiher ).
Da sich der Vogel mehr im milderen Klima aufhält, ist es möglich, dass sich die vermehrte Anzahl der Tiere auf die immer wärmer werdenden Winter zurückführen lässt. Bei sehr kalten Wintern mit zugefrorenen Tümpeln und Flüssen verhungern viele Graureiher.
Auf seinem Speiseplan stehen kleine Fische, Frösche,
Molche oder auch Insekten. Sie wundern sich über die
ständig schrumpfende Zahl der Goldfische in Ihrem
Gartenteich. Es könnte ein Fischreiher sein, der sich
gerne bedient.
Das Nest befindet sich in den Baumwipfeln und wird
aus Reisig gebaut. Beobachten können Sie die Tiere in den feuchten Wiesen nähe der Mümling.


Roli´s Heimatseite

Erlebnisgastronomie im Spessart

Nicht nur der Odenwald hat kulinarisch etwas zu bieten, auch der Spessart hat in den letzten Jahrzehnten immer mehr Feinschmecker angelockt. Das einfache Wirtshaus hat ausgedient, Erlebnisgastronomie mit gemütlichen Sitzecken und fantasiereicher Speisekarte sind angesagt. Wobei der kulinarische Genießer nicht zu kurz kommt. Nur wenige Minuten vom Landhaus, in Obernburg an der Mümling ist das Restaurant „Müllerei“ zu finden. Eine ehemalige Getreidemühle wurde hier wunderschön für die Gäste umgebaut. Der gemütliche Biergarten läd den Gast an warmen Sommerabenden zum verweilen ein. Etwas weiter und bereits im Landkreis Miltenberg gibt es die beschauliche Gemeinde Rück. Zur Alten Scheune heißt die Wirtschaft, die, wie der Name schon sagt sich in einer alten Scheune befindet. Die Räumlichkeiten sind mit Liebe zum Detail eingerichtet. Aber nicht nur das Auge und Gemüt kommt auf seine Kosten, auch der Gaumen wird mit üppigen Spezialitäten des Hauses verwöhnt. Das Gasthaus zum Spessart, wie im Film mit     

Liselotte Pulver gibt es nicht. Aber das Wasserschloss bei Mespelbrunn, wo die Dreharbeiten stattfanden, gibt es und viele tolle Gasthöfe in seiner Nähe, z.B. der
Landgasthof Müller. Auch der Bayrische Rundfunk mit Caroline Reiber machte hier halt und lobte den Hof für seine Leckereien, wie den Wildscheinbraten.

Abseits von Stadt und Hauptstraße, in Heimbuchental, liegt der Heimatenhof, seine Spezialität ist das Wildbrett. Für Kinder ist das Restaurant sehr geeignet mit seinem großen Abenteuerspielplatz und dem angrenzenden Dammwildgehege.

Weitere Internetadressen:

http://www.heimathenhof-online.de
http://www.hotel-lamm.de
http://www.doersthof.de

Caroline Reiber von Bayern
on Tour war zu Gast bei Familie
Müller im Landgasthof
in Mespelbrunn.


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