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Aktuelle Ausgabe der Seniorenzeitung
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Archiv der Seniorenzeitungen
Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Sommerausgabe 2013      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Das Ijsselmeer . Jugend Hilft
              
Luftkrieg über Breuberg

Spätlese 1/2013

Spätlese 3/2013

Vorwort

Zu “Generationen im Austausch”

Von Roland Scheuermann

vor

vor1972013007

Im Mai und Juni waren unter der Leitung von Karin Lichtblau und Hella Hoffmann, im Rahmen des Schulprojektes: "Generationen im Austausch", Schüler der Georg-Ackermann Schule im Haus um sich mit den Senioren des Hauses auszutauschen. Kerngedanke ist, ein gemeinsames voneinander lernen. Es wurden dabei Spaziergänge unternommen, gespielt oder aus der Tageszeitung vorgelesen.
Für die Schüler waren besonders die Geschichten der Kindheit ihrer älteren Gegenüber interessant und den Bewohnern gefiel es, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Die eigene Geschichte zu erzählen ist, als ob man noch einmal diese Zeit durchlebt.
Diese Art von Begegnung ist heute nicht mehr selbstverständlich. Besonders aus diesen Gründen, wurde wohl dieses Projekt ins Leben gerufen.
Ich finde es wichtig, die jungen Menschen an die alte Generation heranzuführen. Es werden Erfahrungen weitergegeben, es wird vom anderen gelernt und es werden, wenn vorhanden, Vorurteile abgebaut.
Vielleicht entdeckt der eine oder andere auch die Liebe zum alten Menschen und das weckt das Interesse für die Altenarbeit, die doch so wichtig ist für unsere Zukunft. Jung und Alt im Einklang, nur so kann unsere Zukunft funktionieren.

Das Schulprojekt hat übrigens einen Preis für das soziale Engagement gewonnen. Am 11.7. war ein Kamerateam im Haus und hat den Jugendlichen über die Schultern geschaut. Im September wird dieser Film bei der Preisverleihung in Berlin gezeigt.
Vielleicht ist es eine Initialzündung für weitere Projekte dieser Art in Deutschland, das wäre eine gewinnbringende Sache für unsere Gesellschaft. Ich glaube wir alle können voneinander sehr viel lernen.

Bibelworte

Der kleine Junge im Stollen

bw22013002Ein junger und erfolgreicher Manager fuhr mit seinem Jaguar ein wenig zu schnell durch eine Vorstadtstraße. Er achtete auf Kinder, die möglicherweise zwischen den parkenden Autos am Straßenrand auf die Straße laufen könnten und verminderte seine Geschwindigkeit als er etwas zu sehen meinte. Als sein Auto an der betreffenden Stelle vorbeifuhr, tauchten jedoch keine Kinder auf. Stattdessen krachte ein Ziegelstein in die Seitentür des Jaguars! Er machte eine Vollbremsung und setzte den Jaguar zurück zu der Stelle, an der der Ziegelstein geschleudert worden war. Der zornige Fahrer sprang aus dem Wagen, schnappte das erste Kind, das er dort sah, drückte es gegen ein parkendes Auto und brüllte: “Was fällt dir eigentlich ein und wer bist du? Was um Himmels willen soll das? Das ist ein flammneues Auto und dieser Ziegelstein, den du da geworfen hast, wird eine Menge Geld kosten. Warum hast du das getan?" Der kleine Junge sagte entschuldigend: “Bitte, Herr...bitte, es tut mir leid, aber ich wusste nicht, was ich sonst tun sollte. Ich habe den Stein geworfen weil niemand sonst angehalten hat... " Während Tränen sein Gesicht hinunter rannen und von seinem Kinn tropften zeigte der Junge auf eine Stelle hinter einem geparkten Auto. „Das ist mein Bruder", sagte er. “Er ist über den Bordstein gerollt und aus seinem Rollstuhl gefallen und ich kann ihn allein nicht aufheben." Mittlerweile heftig schluchzend bat der Junge den erstaunten Manager: “Könnten Sie mir bitte helfen, ihn wieder in seinen Rollstuhl zu setzen? Er ist verletzt und er ist für mich zu schwer."
 
bw22013001Zutiefst gerührt versuchte der Fahrer, den rasch in seinem Hals aufsteigenden Kloß zu schlucken. Eilig hob er den behinderten Jungen wieder in den Rollstuhl und zog dann ein leinenes Taschentuch hervor um die frischen Schrammen und Schnitte abzutupfen. Ein kurzer Blick verriet ihm, dass alles wieder in Ordnung kommen würde. „Danke und Gott segne Sie“, sagte das dankbare Kind zu dem Fremden. Zu erschüttert um Worte zu finden sah der Mann einfach nur zu, wie der Junge seinen an den Rollstuhl gefesselten Bruder den Bürgersteig entlang weiter schob. Es war ein langer, langsamer Gang zurück zu seinem Jaguar. Der Schaden war gut sichtbar, doch der Fahrer ließ die verbeulte Seitentür nie reparieren. Er ließ die Beule dort um ihn beständig an ihre Botschaft zu erinnern: "Eile nicht so schnell durchs Leben, dass jemand einen Ziegelstein auf dich werfen muss um deine Aufmerksamkeit zu bekommen!"
 
Gott flüstert in unsere Seele und spricht zu unserem Herzen. Manchmal, wenn wir keine Zeit haben, zuzuhören, muss er einen Ziegelstein auf uns werfen. Es ist unsere Wahl, ob wir zuhören oder nicht.  

Verfasser unbekannt

Quelle: http://www.eaec-de.org

Dia Schau - Renate Giesen

Unterwegs am Ijsselmeer

giesiselmeer22013005Im Wonnemonat Mai lud Frau Renate Giesen die Senioren zu einem Bilderausflug in die
Niederlande ein, genauer zur Gegend, um das Ijselmeer. Frau Giesen präsentierte sehr schöne Landschaftsaufnahmen und vom Leben der Menschen in dieser einzigartig schönen Gegend.
Das Ijselmeer ist ein großer Süßwassersee in den Niederlanden. Ein großer Teil des See´s wurde im Rahmen der Landgewinnung trocken gelegt. Die im zwanzigsten Jahrhundert entstandene Provinz Flevoland ist der jüngste Bezirk des Landes. Flevoland hat ca. 400 000 Einwohner mit der Hauptstadt Leystedt (75 000 Bewohner). Es ist hautsächlich eine, Landwirtschaftlich bewirtschaftete Gegend, aber auch Tulpen werden hier angebaut. Im Norden ist der See durch einen Schutzdamm
begrenzt, der auch als Straßenanbindung in den Nord-Osten des Landes dient. Einige Bewohner waren schon in Holland, besonders die Tulpenblüte und das ewige Grün der Wiesen hat es ihnen angetan. Die nächste Dia-Schau mit Frau Giesen ist am 29. August

Das Ijsselmeer Heute

Zuiderzeewerke

Quelle: Wikipedia

Interessante Seite zum Thema: Zuiderzeewerke

Aus unserer Nähe

Luftkrieg über Breuberg

anton weber 22013004Beim Spaziergang im Breuberger Forst entdeckte ich oberhalb des Arnheiter Hofes einen Gedenkstein, aufgestellt zu Ehren eines abgeschossenen Jagdfliegers aus dem zweiten Weltkrieg. Der Pilot hieß Anton Weber und stammte aus Wald Michelbach. Ein 22 jähriger Unteroffizier, der hier am 22. März 1945 den Tod fand. Augenzeugen berichten, der Pilot sei aus einer abstürzenden Messerschmitt 109 gesprungen. Er konnte aber seinen Fallschirm nicht mehr öffnen. Möglicherweise war er bereits beim Verlassen des Flugzeugs vom Heckflügel getroffen worden und zu Tode gekommen. Hängend an einer Birke hatten ihn Rai-Breitenbacher Bürger gefunden und in die Kirche gebracht.
Es wurde schnell klar wer der Tote war, denn eine Ordensschwester aus dem St. Marienwaisenhaus, die früher in Wald Michelbach tätig war, erkannte den Toten ausunsNMesserschmidt22013003als Anton Weber, ein Mitglied ihrer damaligen Kirchegemeinde.
Der Wald Michelbacher Karlheinz Karl erfuhr vor einigen Jahren, während eines Aufenthaltes, von dem tragischen Ende des Fliegers und ließ einen Gedenkstein an der Todesstelle errichten. Mit der Inschrift "Nie wieder Krieg".

Quelle: Breuberger Stadtanzeiger

Interessantes zum Thema: Luftkrieg im 2. Weltkrieg

Also wenn Sie mich fragen ...

Beitrag von Diedrich Sabrowski

sabr242013005Also, wenn Sie mich fragen, dann sagt ein Bild ja manchmal mehr als tausend Worte. Zeitungsleser, so berichten uns die Medienforscher, beachten Texte angeblich nur, wenn ein Foto sie dazu verführt. Da habe ich ja Glück, dass Sie diese Glosse überhaupt lesen, wo doch gar kein Foto Sie verführt hat – höchstens die kleine Grafik. Der Alltag wird dominiert nicht mehr vom Wort, sondern vom Piktogramm. Es verbietet das Rauchen und führt durch den Straßenverkehr, mittels einer möglichst einfachen, reduzierten Darstellung. Der Mensch ist mit fünf Linien und einem Kreis geschaffen: ein Strichmännchen. Doch es gibt Leute, die am Strichmännchen noch ein Strichlein mehr sehen, auch wenn das eigentlich gar nicht da ist. Das Männchen ist
ihnen zu männlich, sie hätten gerne auch gestrichelte Frauchen.
Ich habe meinen Urlaub, wie schon öfter, in den neuen Bundesländern verbracht, und da ist es mir zum ersten Mal begegnet: Das weibliche Ampelmännchen (oder muss es Ampelfrauchen heißen?). In Zwickau, Dresden und anderen ostdeutschen Städten leuchten nämlich nicht nur schlichte Strichfiguren an den Fußgängerampeln, sondern – wegen der Gleichstellung – auch rote und grüne Frauen-Piktogramme. Eine Figur mit Röckchen und Zöpfchen, die früher sicher auch gut als Wegweiser zum katholischen Fräuleingymnasium oder auch zum Mädchentreffen der Landjugend funktioniert hätte.
Nun gilt das Lichtsignal also explizit auch für Frauen. Endlich müssen sich Fußgängerinnen nicht mehr überfahren lassen, es sei denn, sie tragen Hosen und Kurzhaarfrisur. Dass gerade der Osten weg will vom minimalistischen Funktionalismus, verwundert nicht. Schließlich bestand man dort nach der Wende auch darauf, das DDR-Ampelmännchen zu behalten, das mit Hut und Mantel schon immer aussah wie ein schlecht getarnter Stasi-Agent.
Inzwischen ist die Ampelfrau sogar auf T-Shirts,Taschen und Butterbrotdosen zum Verkaufsschlager geworden. Verfechterinnen und Verfechter der Quoten-Ampelfrau sagen übrigens, dass sie besonders wegen Rock und Zöpfen effizient sei, weil sie so mehr Leuchtfläche habe – ein Frauenbild freilich, das sich in gewisser Weise auch in den Köpfen verzopfter männlicher Chefs wiederfindet. Also wenn Sie mich fragen, dann ist die Geschichte der Emanzipation manchmal leider eine Geschichte voller Missverständnisse.

Aber mich fragt ja keiner ...

Bis denn, Ihr Josef Kleinestratkötter                                www.angekreuzt.de

Jugend Hilft

Das Schulprojekt “Da-Sein”

1072013jhhz23013003Im März fand in der Seniorenresidenz „Landhaus am Weinberg" eine Gesprächsrunde des Jugendprojektes "Generation im Gespräch und im Austausch" unter der Leitung von Karin Lichtblau und Hella Hoffmann statt. Anwesende Senioren waren: Waltraud Neidig, Johanna Heß, Hanni Schulz und Otto Tepperis. Mit anwesend so wie unsere ehrenamtliche Betreuerin Erika Schwarz, die schon viele Jahre in unserem Haus Kontakt zu den Heimbewohnern hält, und Schüler der Georg Ackermann Schule im Alter von 15 Jahren. Nach einer allgemeinen Begrüßungsrunde und Vorstellung der Teilnehmer, stellten die Jugendlichen ihr Projekt vor, das bereits seit 2009 besteht. Es geht darum, dass Jugendliche und ältere Menschen sich näher kommen, Erfahrungen austauschen, die Jüngeren von den Älteren lernen und umgekehrt, etwas von früher erfahren, einfach im Gespräch sich kennenlernen und voneinander profitieren. Allein in dieser Gesprächsrunde zeigte sich, dass es sehr interessante Themengibt, über die sich Jugendliche und ältere Menschen austauschen können.Frau Heß erzählte, dass sie mit 16 Jahren angefangen hat zu arbeiten. Auch heute fangen Jugendliche mit 16 Jahren ihre Ausbildung an, zeigen Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl. 1072013jhhz23013001Vergleichswerte zu finden zwischen früher und heute hat den Teilnehmern richtigen Spaß bereitet. Es war schön zu sehen, wie die älteren Menschen im Gespräch aufblühten, wie die Erinnerungen kommen und diese auch, ob positiv oder negativ, weitergegeben werden. Zum Abschluss der Gesprächsrunde waren sich alle einig, dass es eine Bereicherung wäre, wenn der Kontakt zwischen jung und alt weiter aufrecht erhalten werden könnte. Sei es durch Gespräche, Gesellschaftsspiele, Spaziergänge oder einfach nur zusammen sitzen und reden. Kommunikation und Empathie ist wichtig im Zusammenleben der Menschen und das soll das Ziel dieser Zusammenarbeit sein.


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