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Aktuelle Ausgabe der Seniorenzeitung
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Archiv der Seniorenzeitungen
Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Juni 2010      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Die Stadt am Berg . Multivisionsschau .
       
Die Geschichte von Melitta Benz Frühlingsfest

Spätlese 1/2010

Spätlese 3/2010

Vorwort

Aus dem Inhalt

Von Roland Scheuermann

vor

Ein Klavier ... ein Klavier ...

In eigener Sache
Durch übertrieben bürokratische Hürden, die von Woche zu Woche mehr werden und überzogenem Prüfungswahn wird die Pflege und Betreuung immer schwieriger. Im Vordergrund wird nicht geprüft wie zufrieden die Bewohner sind, sondern was aufgeschrieben und dokumentiert wurde. Das heißt, es wird mehr die Papierqualität geprüft, als die Ergebnisqualität. Diese Qualität ist es doch, auf die es ankommt, sie ist eine fühlbare Größe, als Zufriedenheitsfaktor für jedermann. Die negativen Berichte, die auch von der Journalistischen Zunft eher bevorzugt wird als die positiven, haben die Pflegebranche unter Generalverdacht gestellt. Pflegeheime, Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige haben nun darunter zu leiden. Der Verband VDAB* hat sich mit dem Thema „Problematik der Pflege“ befasst und eine interessante Informationsbroschüre herausgeben. Zu finden im Foyer des Hauses oder als PDF Download .

Thema Aphasie
Die bekannte Sprachstörung nach einem Schlaganfall, ist ein großes Thema bei uns in der Pflege. Leider werden die Aphasie Betroffenen immer jünger. Die nötige Therapie und Fürsorge der Pflegenden und Angehörigen tritt an eine wichtige Stelle zur Wiederherstellung oder Verbesserung der Sprachstörungen. Gerade der Umgang ist überaus wichtig, um die Motivation der Betroffenen nicht zu stören. Denn Sprachgeschädigte sind sehr sensibel und werden gerne als dement angesehen und dann manchmal wie Kleinkinder behandelt. Für Angehörige und Pflegende ist ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl notwendig. Wird dies alles beherzigt ist die Reha-bilitation auf einem guten Weg.

Thema Rotweinwanderweg
Als mir im Mai die Broschüre „Rotweinwanderweg Churpfalz“ in die Hände gefallen ist, war sofort klar, das ist ein Thema für die Heimatseite in der „Hainstädter Spätlese“. Der Wanderweg geht von Großostheim über Erlenbach und Klingenberg nach Miltenberg am Main. Höhepunkte sind Häcker-, Brotzeitwirtschaften und das Kloster Engelsberg mit seinem wunderschönen Blick auf das Fränkische Maintal. Für uns sind gerade die Häckerwirtschaften immer wieder ein Ausflugsziel, ob mit dem Rad oder mit dem Bus. In geselliger Runde erlebt man einen kulinarischen Nachmittag mit Spezialitäten der Region, der besonderen Art.

Bibelworte

Die Stadt am Berg

Es war einmal eine Kleinstadt. Sie lag am Rande eines großen Berges.
Die Stadt gab es noch nicht sehr lange. Der Gründer der Stadt lebte ein wenig abgelegen in einem alten Bauernhaus, das er vor vielen Jahren selbst gebaut hatte.
Viele Bewohner der Stadt kannten den alten Mann nur noch aus Erzählungen ihrer Großeltern. Einige sagten, dass er sehr weise sein musste, andere waren sich nicht sicher, ob er überhaupt noch am Leben sei.
Einige ältere Menschen waren mit Ehrfurcht erfüllt, wenn sie über ihn sprachen und sie bezeichneten ihn als „den großen Architekten“. Die wenigsten aber waren ihm persönlich begegnet. Das lag nicht daran, dass der alte Mann sein Haus verriegelte. Im Gegenteil, er war sehr gastfreundlich.
Immer wieder klingelten Witwen oder Menschen ohne Arbeit bei ihm. Er hatte stets ein Ohr für sie und nicht selten stellte er sein Gästezimmer zur Verfügung.
 Die Menschen in der Stadt waren sehr geschäftig. Sie kauften, verkauften, arbeiteten, feierten und hatten wichtigeres zu tun als sich auf die Suche nach dem alten Architekten zu machen.
In der Stadt gab es eine alte Bibliothek. Im hintersten Regal stand ein Buch, das der alte Architekt vor vielen Jahren geschrieben hatte. Er beschrieb darin die Beschaffenheit des Bodens, auf den die Stadt gebaut war. Das Buch enthielt Baupläne für Häuser. Der alte Mann hatte Jahre dazu verwendet, die günstigste Bauweise für die Häuser zu berechnen und zu konstruieren. Er wusste, dass die Gegend etwa alle 50 Jahre von Erdbeben erschüttert wird und so zeichnete er Baupläne für Häuser, die diesen Erschütterungen standhalten würden. Jeder in der Stadt  hatte von diesem Buch gehört, aber die Leute kümmerten sich nicht weiter darum. „Erdbeben wird es hier sicher nicht mehr geben. Und wenn, wird es schon nicht so schlimm werden. Mein Haus steht fest.“
So sagten sie und bauten ihre Häuser nach ihren eigenen Vorstellungen.
Es gab nur wenige, die ihre Häuser nach den Plänen im alten Buch bauten. Sie wurden von den übrigen Stadtbewohnern meist nur spöttisch belächelt.
 Eines Tages begann die Erde zu beben. Erst klirrte das Geschirr in den Schränken. Nach wenigen Minuten fielen die Bilder von den Wänden. Die Menschen waren zu stolz um ihre Häuser zu verlassen. Sie waren doch fest davon überzeugt, dass ihre Häuser jeder Erschütterung standhalten würden.
Nach nur wenigen Stunden lag die Stadt in Trümmern. Die Bewohner der Stadt waren lebend begraben.
 Nur wenige Häuser standen noch. Das war einmal das Bauernhaus des alten Architekten und die wenigen Häuser, die nach dessen Plänen gebaut wurden.
Während des Erdbebens saß der alte Architekt gerade in seinem Schaukelstuhl. Als die Erde begann zu beben, füllten sich seine Augen mit Tränen. Er wusste um die Menschen in der Stadt, aber er konnte ihnen nicht mehr helfen.
Die Hilfe, die er ihnen vor Jahren in der Bibliothek hinterlassen hatte – das alte Buch – hatten die meisten nie ernst genommen oder gelesen.
 Er sah in die Augen von zwei Waisenkindern, die in seinem Gästezimmer übernachtet hatten und sagte väterlich und voller Barmherzigkeit:
„Kinder, sucht nach dem wirklich Wichtigen im Leben. Ihr werdet den Reichtum entdecken, der vielen verschlossen bleibt, weil sie nicht auf das Wesentliche sehen.“ Die Kinder nickten voller Ehrfurcht und wussten, dass sie diesen Satz wie eine Schatzkarte bewahren mussten, die ihnen den Weg zum Reichtum ihres Lebens zeigen würde.“

Quelle: www.Christliche-Themen.de

Multivisionsschau

Bayrischer Wald, Tschechien, Budweis

Auf einem visuellen Ausflug in den Bayrischen Wald und Tschechien lud Moderator Roland Scheuermann die Senioren im Mai ein. Die Schau begann am neuen Baumwipfelpfad in Neuschönau, der mit seinem vierzig Meter hohen Aussichtsturm einen sehr schönen Blick über den Bayrischen Wald bietet. Vom angrenzenden Tiergehege waren interessante Bilder von Luxen und Wölfen bei der Fütterung zu sehen. Angekommen im Freilichtmuseum Finsterau zeigten uns ehrenamtliche Helfer in einem alten Bauernhaus, wie zu früheren Zeiten Brot gebacken wurde. Die alten Gebäude auf dem Gelände stammen teilweise aus dem Neunzehnten Jahrhundert. Über die Bayrische Grenze hinweg ging die Bilderschau am Moldaustausee vorbei und machte halt im Böhmischen Krummau. In der Stadt, die zum Weltkulturerbe gehört, bewunderten die Senioren, die schöne Burganlage mit dem Mittelalterlichen Stadtkern. Eine Stadt, wie viele in Böhmen, die sehr stark durch den deutschen Einfluss geprägt wurde. Zur Brauereibesichtigung ging es dann nach Budweis, zu deren Höhepunkten die Bierprobe zählte. Angekommen in Prag, erzählte Herr Scheuermann vom großen Einfluss der Deutschen. Bis 1840 hat die Bevölkerung noch zum größten Teil Deutsch gesprochen, bevor eingewanderte Slaven die Stadt übernahmen. Prag ist heute eine Weltkulturstadt und mit vielen historischen Bauten gesegnet. Zur Freude aller wird im Sommer wieder eine Multivisionsschau gezeigt, Thema: Schottland und London“

Erfindungen der Menschheit

Die Geschichte von Melitta Benz

Melitta Bentz war eine 35-jährige Dresdner Hausfrau und Mutter. Um den Kaffeesatz im fertigen Kaffee zu vermeiden, experimentierte sie mit Löschblättern aus dem Schulheft ihres Sohnes, die sie in einen Messingtopf legte, dessen Boden sie mit Nägeln durchlöchert hatte. Der „Urfilter“ war geboren. Als die Zubereitung von kaffeesatzfreiem Kaffee in ihrem Freundeskreis auf allgemeine Begeisterung stieß, entschloss sie sich, ihre Idee zu vermarkten. Das kaiserliche Patentamt erteilte am 20. Juni 1908 Gebrauchsmusterschutz, am 15. Dezember wurde das Unternehmen mit einem Eigenkapital von 73 Pfennigen in das Handelsregister eingetragen.

Melittas Ehemann Emil Hugo und ihre Söhne Willi und Horst waren die ersten Mitarbeiter des aufstrebenden Unternehmens. Im Jahr 1911 errang die Firma goldene und silberne Medaillen der Internationalen Hygieneausstellung und des sächsischen Gastwirtevereins für den Filter. Am 24. Februar 1911 kam Tochter Herta zur Welt.

Ein Melitta-Kaffeefilter mit Filtertüte.

Die kleine Vierzimmerwohnung wurde für das schnell wachsende Geschäft zu klein, so dass das Familienunternehmen 1915 umziehen musste. Im Ersten Weltkrieg hielt Melitta den Betrieb mit der Herstellung von Kartons aufrecht. So brachte sie sich und ihre Kindern durch die Kriegsjahre. Ihr Mann Hugo war im Kriegseinsatz. Nach dem Krieg wuchs das Unternehmen rasant weiter: 1920 und 1924 wurden zusätzliche Gebäude hinzugekauft. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 100.000 Filter produziert worden. 1929 zog das Unternehmen von Dresden ins ostwestfälische Minden, da sich in Dresden keine geeigneten Produktionsräume fanden. Die Nachfrage nach den Produkten war mittlerweile so groß, dass die 80 Arbeiter im Doppelschichtsystem arbeiten mussten. Melitta Bentz war, auch nachdem sie sich aus dem Geschäft zurückgezogen hatte, das "soziale" Gewissen der Firma und kümmerte sich intensiv um die Mitarbeiter.

Heute ist das von Melitta Bentz gegründete Unternehmen, die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG, eine internationale Gruppe mit 3.300 Beschäftigten, die von ihren Enkeln Thomas und Stephan geführt wird. Der Hauptsitz der Firma ist Minden. Melitta Bentz verstarb 1950 in Holzhausen bei Minden. In Dresden ist die Melitta-Bentz-Straße, in Minden die Melitta-Straße nach ihr benannt.

Quelle: melitta.de, wikipedia.de, erfinder.at

Frühlingsfest

Fröhlichkeit zur Frühlingszeit

Bei unserem diesjährigen Frühlingsfest am 29. Mai hatten wir wieder richtig Glück mit dem Wetter. Nach langer Regenperiode lachte die Sonne bei sommerlichen Temperaturen. Im Garten war eigens ein Zelt aufgestellt worden, mit Tischen und Bänken für die Besucher, „Oskar“ begleitete den Nach-mittag musikalisch mit schwungvoller Schlagermusik. Die Gäste ließen sich beim Gesundheitscheck den Blutdruck und den Blutzucker messen und stärkten sich danach am reichlich gedeckten Kuchenbuffet im Foyer des Hauses.

Im „Alexanderpark“ konnten sich die Kinder auf dem eigens aufgestellten großen Trampolin oder auf dem Spielplatz austoben. Ein Höhepunkt des Nachmittags war die Nachthemdenmodenschau, die unsere Sylvia mit einigen Mitarbeiterinnen einstudiert hatte. Dabei wurden verschie-dene Kreationen von Nachthemden und Schlafanzügen auf dem Laufsteg präsentiert. Dafür gab es hautsächlich von den männlichen Gästen viel Beifall. Im Anschluss gab Schwester Sylvia eine Playbackparodie von DJ Özti. Die leidenschaftlich überzeugende Darbietung kam ebenfalls sehr gut an.
Ein schöner und für Senioren und Besucher gemütlicher Nachmittag ging zu Ende. 

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei allen ehrenamtlichen Betreuerinnen, die in unserem Hause tätig sind bedanken, sowie bei allen Helfern und ganz besonders bei unserer Organisatorin, Frau Sylvia Panse für das Engagement, das diesen tollen Nachmittag erst ermöglicht hat.

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